Angstgegner im Anmarsch

Die Vorfreude hält sich bei den Germanen in Grenzen. Zwei 0:2-Niederlagen im vergangenen Jahr, eine 1:3-Schlappe in dieser Saison - gegen Traßlberg war bislang nichts zu holen. Jetzt soll die Negativbilanz endlich beendet werden.

(frü) Neben dem Nachbarduell in Amberg steht das Verfolgertreffen in Kastl im Mittelpunkt des 15. Spieltages in der Fußball-Kreisliga Süd. Der Tabellenzweite erwartet den Viertplatzierten DJK Ursensollen. Mit Freude erinnert sich der FC Luhe-Markt an das Hinspiel gegen den SV Inter Bergsteig Amberg zurück. Das 1:0 war der bislang einzige Sieg des Tabellenvorletzten.

DJK Utzenhofen       SSV Paulsdorf
(aun) Viel vorgenommen hatte sich die DJK Utzenhofen für die erste Begegnung der Rückrunde. Doch es blieb beim Vorhaben: Die Elf von DJK-Trainer Yilmaz Topcu unterlag beim SVL Traßlberg mit 2:3 und rutschte in der Tabelle auf den sechsten Rang ab. Zwei Plätze und zwei Punkte dahinter liegt der SSV Paulsdorf, der nächste Gegner der Utzenhofener. Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften 1:1 unentschieden.

Auf die Vorrunde zurückblickend sagt Utzenhofens Spielertrainer Yilmaz Topcu: "Ich bin nicht zufrieden mit der Bilanz. Was ich geplant habe, habe ich nicht geschafft." Seine Mannschaft habe unnötig Spiele verloren. Um in der Tabelle nicht weiter abzurutschen, muss nun gepunktet werden - auch wenn Topcu die personelle Situation Kopfzerbrechen bereitet: "Dem Kader fehlt es an Breite. Die vielen Verletzten sind nicht zu ersetzen. Jeden Spieltag stehen angeschlagene Spieler auf dem Feld. Da hast du auf Dauer Probleme." Sein Ziel bleibt, bis zur Winterpause (nach Paulsdorf geht es noch gegen Germania und Rosenberg) 27 Punkte zu erreichen.

TuS Kastl       DJK Ursensollen
(hon) Das Gästeteam um Trainer Stefan Steinl ist seit drei Spielen ungeschlagen und möchte seine Serie ausbauen - und sich für das Hinspiel revanchieren. Das 0:4 war die höchste Saisonniederlage der Ursensoll-ener. Das Prunkstück der auswärtsstarken Ursensollener ist der Sturm um Top-Torjäger Jiri Abel. Kastls Spielertrainer Thomas Mayer will zu Hause an die Leistungen und Erfolge der Auswärtspartien anknüpfen und die Heimbilanz verbessern. Dazu kann er nahezu aus dem Vollen schöpfen. Bis auf die Langzeitverletzten sind wieder alle Spieler an Bord. Auch wenn sich nach dem intensiven Spiel gegen Freudenberg am vergangenen Wochenende noch einige Spieler mit leichten Blessuren und kleineren Verletzungen herumplagen, will die Mannschaft um Kapitän Michael Hufnagel zu Hause zumindest einen Punkt, um auf Tuchfühlung zum Tabellenführer zu bleiben.

FC Edelsfeld       TuS Rosenberg
(bkn) Woche für Woche bringt sich der FC Edelsfeld um seinen verdienten Lohn. Zum einen scheint das gegnerische Tor wie vernagelt zu sein, zum anderen offenbart der FCE, insbesondere nach Standards, unerklärliche Abwehrschwächen. So auch am letzten Spieltag, als die Edelsfelder in Paulsdorf beste Chancen nicht nutzten und ein direkt verwandelter Eckball des Gegners die Niederlage besiegelte.

Nun gibt sich der noch ungeschlagene Tabellenführer TuS Rosenberg die Ehre. Die Mannschaft um Spielertrainer Michael Rudert zeigte im bisherigen Saisonverlauf kaum Schwächen und ist in allen Mannschaftsteilen zur Zeit das Maß aller Dinge. Ob beim FCE ausgerechnet gegen den Titelaspiranten der Knoten aufgeht, darf stark bezweifelt werden. Doch auch in Edelsfeld stirbt die Hoffnung zuletzt. Knüpft man an die Leistungen der Vorwochen an und macht aus den sich bietenden Gelegenheiten endlich einmal Tore, ist auch gegen einen übermächtigen Gegner eine Überraschung nicht ausgeschlossen.

SV Loderhof       SV Schmidmühlen
(bt) An das Vorrundenspiel in Schmidmühlen erinnern sich die Spieler des SV Loderhof/Sulzbach nicht gerne, denn sie mussten mit einer 0:4-Niederlage die Heimreise antreten. Beide Teams befinden sich inzwischen im Mittelfeld und werden versuchen, diesen Platz zu festigen, oder in der Tabelle nach oben zu klettern. Am letzten Spieltag mussten sich die Gastgeber dem Tabellenführer TuS Rosenberg mit 0:2 geschlagen geben. Wenn es dem Gastgeber diesmal gelingt, die Chancen auch zu Toren zu nutzen, dann wäre ein Heimerfolg keine Überraschung.

TSG Weiherhammer       SV Freudenberg
"Wir haben die Chance, an den Relegationsplatz heranzurücken und die Rote Laterne abzugeben, verpasst", analysiert Trainer Tobias Heindl das Remis im Derby gegen Luhe. "Mit Freudenberg gastiert nun eine spielstarke Mannschaft, die uns schon im Hinspiel gezeigt hat, dass es extrem schwer wird zu punkten." Der Spielerkader ist sehr dünn für die Partie gegen den Tabellendritten.

Germania Amberg       SVL Traßlberg
(tre) Mit dem SVL Traßlberg kommt auf die Germanen im Nachbarduell erneut eine schwere Aufgabe zu. Die Gäste sind trotz des Punktabzugs durch das Sportgericht noch immer in Schlagdistanz auf den Relegationsplatz und entsprechend wird der Einsatz der Caliskan-Truppe sein. Das bekam am vergangenen Spieltag auch die DJK Utzenhofen bei ihrer 2:3-Niederlage zu spüren. Zudem sind die Traßlberger eine Art Angstgegner der Germanen - alle drei Begegnungen seit dem Wiederaufstieg gewannen die Gäste (2:0, 2:0, 3:1). Es gilt für die Germanen vor allem die Offensivabteilung des SVL zu stoppen. Neben den Behrend-Brüdern sind auch Pascal Behringer und Alexander Egerer sehr torgefährlich.

Das sind die Germanen momentan eher nicht. Die Elf von Trainer Thomas Ficarra benötigt einfach zu viele Chancen, um zum Erfolg zu kommen. Zuletzt in Ursensollen vergab sie wieder eine Vielzahl von besten Einschussmöglichkeiten und musste mit einem torlosen Remis die Heimreise antreten. Wenn es der Truppe gelingt, diese Schwäche abzulegen, ist sie im Derby nicht chancenlos. Neben den schon länger fehlenden Fabian Vitzthum, Julian Stiegler und Iwan Riehl schmerzt dabei nun der Ausfall von Rotsünder Fabian Schanderl, der sich zuletzt in glänzender Form befand und der Mannschaft sicher fehlen wird. Trotzdem wird die Truppe alles geben, die Negativbilanz zu beenden.

Inter Amberg       FC Luhe-Markt
Mit dem FC Luhe-Markt hat der SV Inter Bergsteig noch eine Rechnung offen. Das Hinspiel verloren die Amberger mit 0:1. Entsprechend gewarnt sind die Gastgeber und werden den Tabellenvorletzten sicherlich nicht an seiner Platzierung messen. Inter-Trainer Andreas Scheler fordert einen Heimsieg, egal was komme. Bereits die gesamte Saison plagen den Coach Personalsorgen, so auch diesmal wieder: "Doch jammern hilft nicht. Der Inter will und muss zeigen, was er drauf hat." Auf eigenem Platz hat die Bergsteig-Elf eine gute Bilanz vorzuweisen. Dies sollte ein positives Omen sein. Wichtig ist aber, den Gast nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, auch wenn bei diesem Kapitän Lukas Bauer rotgesperrt fehlt und Patrick Hofstetter sowie Daniel Ries bis Ende des Jahres ausfallen. Da auch noch Stephan Schärtl, Peter Müller und Thomas Schulze angeschlagen sind, fehlt dem FC Luhe-Markt nicht nur der Kapitän im Sturm, sondern die komplette Abwehr.
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