Anzahl der Bedürftigen steigt - Ohne treue Spender und Sponsoren ginge es nicht
Engpässe bei der Amberger Tafel

Die Amberger Tafel ist sehr froh über das Engagement ihrer hauptsächlichen Spender. Mehrere Firmen beliefern sie regelmäßig mit Wurstwaren. Bild: Steinbacher
Die Arbeit der Amberger Tafel geht "weit über die Unterstützung bedürftiger Menschen mit Lebensmitteln hinaus", hält ihr Vorsitzender Bernhard Saurenbach in seinem halbjährigen Tafelbrief an Mitglieder, Helfer, Freunde und Sponsoren fest. Das bedeute konkret: "Wir sind für viele Menschen, die sich in Notlagen befinden, Anlaufstelle und Treffpunkt für Verständnis, Kommunikation und soziales Miteinander. Kontakt und Begegnung sind die besten Mittel, um Vorurteile abzubauen. Das merken wir vor allem jetzt, wo Flüchtlinge in großer Zahl auch in Amberg zuwandern."

Andere Essgewohnheiten

Diese Flüchtlinge stellten die Tafel vor neue Herausforderungen. Es seien nicht nur die unterschiedlichen Sprachen. Vor allem die anderen Essgewohnheiten bereiteten Probleme, sagt Saurenbach: der Wunsch nach Lebensmitteln ohne Gelatine, nach Produkten ohne Schweinefleisch und vieles mehr hätten zur Folge, "dass wir nicht genügend Alternativen anbieten können". Zudem bekomme man deutlich weniger Milchprodukte geschenkt. "Ein großer Lebensmittelmarkt hat die Spenden an die Tafel eingestellt, und auch Aktionen wie ,Ein Lebensmittel mehr im Einkaufswagen' sind in diesem Markt nicht mehr erlaubt. Dies führt zu Engpässen bei steigender Anzahl der Bedürftigen", berichtet Saurenbach.

Zum wiederholten Male unterstreicht Saurenbach, dass die Tafel ohne die Unterstützung vieler treuer Spender und Sponsoren nicht funktionieren würde. Namentlich hebt er den Hirschauer Unternehmer Klaus Conrad hervor.

Regelmäßig beliefert werde die Amberger Hilfseinrichtung von der Firma Wolf in Theuern mit Wurstwaren, von Wolf in Burglengenfeld mit Fertiggerichten, von Dolli in Neumarkt mit Lebensmitteln sowie vom Metzgereigroßhandel Wagner (Amberg) und Ponnath in Kemnath mit monatlich etwa 600 Kilogramm Wurst. Seit vielen Jahren spende der Bauer Trummer aus Hahnbach wöchentlich zehn Zentner einwandfreie Kartoffeln, die zu klein, zu groß oder zu unförmig sind, um in den Handel zu gelangen.

Keine Beanstandungen

"Jede Woche können wir auch im Gut Brudersdorf im Durchschnitt 600 Eier abholen, die wegen leichter Verschmutzung der Schale nicht mehr als 1a-Ware verkauft werden können", informiert Saurenbach weiter. Zusätzlich erhalte die Tafel Lebensmittel von Privatpersonen, dafür bekämen diese Spendenbescheinigungen. Auch Obst aus Privatgärten werde geliefert.

"Kürzlich hatten wir wieder einen unangemeldeten Besuch vom Ordnungsamt", lässt Saurenbach wissen. Es habe keinerlei Beanstandungen gegeben und die Behörde habe bescheinigt, "dass die Hygienevorschriften einwandfrei eingehalten werden und die Anweisungen mustergültig sind".
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