Applaus für das Rosenwunder

Szene aus dem Stück Rosengräfin (von links): Sieglinde Pipetz, Heidi Kotz, Monika Arweck, Angelika Fehrl und Heinrich Arweck. Bilder: pm (2)

In der Auferstehungskirche am Wagrain ist Kirchengeschichte lebendig geworden: Das Ökumenische Theater-Ensemble spielte das Stück Rosengräfin von Manfred Prasse - zum ersten Mal überhaupt.

In dem Stück geht es um Höhepunkte im Leben der Landgräfin Elisabeth von Thüringen, bekannt als Heilige Elisabeth. Es begann mit der Vermählung des Thüringischen Landgrafen Ludwig IV., gespielt von Mira Fall, und der ungarischen Prinzessin Elisabeth, überzeugend dargestellt von Angelika Fehrl. Den trauenden Pfarrer mimte Lutz Lang. Bald nach dieser Hochzeit mussten Elisabeth und ihre Freundinnen Gisa und Gunda (Heidi Kotz und Monika Arweck) gegen Intrigen kämpfen. Sophie von Thüringen und Heinrich Raspe, Schwiegermutter und Schwager von Elisabeth, waren dagegen, dass Elisabeth sich für Arme engagierte.

Mit dem Leben bezahlt

Sophie, von Sieglinde Pipetz verkörpert, sowie Heinrich, den Heinrich Arweck überzeugend spielte, äußerten ihre Missgunst immer stärker. Dies kam in einem großartig gespielten Streitgespräch zwischen Pfarrer und Heinrich deutlich zum Ausdruck: Als das Rosenwunder geschah, weil in einem mit Brot gefüllten Korb plötzlich Rosen lagen, war Elisabeth endgültig am Hofe als geistesgestörte Hexe verrufen. Der Priester Konrad von Marburg, von Patrick Theiss leidenschaftlich dargestellt, wurde ihr Beichtvater.

Nach dem plötzlichen Tod von Ludwig IV., vertrieb Heinrich die Rosengräfin vom Hof. Mit Konrad gründete Elisabeth ein Hospital in Marburg. Konrad bestimmte mit ihr abgenommenen, strengen Gelübden immer brutaler das Leben der Elisabeth. Aufopferungsvoll lebte diese nur noch für die Kranken und bezahlte diesen Einsatz am Schluss mit ihrem Leben. Gerhard Fehrl begleitete das Stück mit passender Hintergrundmusik. Zur Einstimmung auf die Uraufführung hatte Birgitta Englhard von der Musikfachschule Sulzbach-Rosenberg einige Blockflötensoli gespielt. Hans-Felix Arweck bediente die Beleuchtungstechnik und Eileen Stark war hinter den Kulissen als Maskenbildnerin aktiv. Zur Moderation trat Autor und Regisseur Manfred Prasse als Herold auf. Das Publikum dankte den Darstellern und Mitwirkenden mit viel Applaus für ihr Engagement.
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