Applaus für das Schulamt
Angemerkt

Die Bilder von der Ankunft der Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof gingen um die Welt. Auf ihnen waren applaudierende Menschen zu sehen, die sich mit den Ankommenden auf dem Bahnsteig solidarisch zeigten. Fotos, die Emotionen vermittelten und ein neues, wunderbares Bild von Deutschland zeichneten.

Staubtrocken und alles andere als weltbewegend ist dagegen das Erstellen von Stundenplänen. Seit Wochen brüten Rektoren und ihre Mitarbeiter über der Organisation des Schulbetriebs ab nächster Woche. Diesmal unter erschwerten Bedingungen: Flüchtlingskinder müssen in die Klassen integriert werden, und Turnhallen stehen nicht zur Verfügung, weil sie als Erstaufnahmelager dienen.

Aus dem Schulamt verlautet nüchtern: Wir haben die Lage im Griff! Ohne viel Aufhebens zu machen, hat die Behörde die Integration der Flüchtlingskinder vorbereitet, obwohl ein Kommen und Gehen herrscht, sich die Zahlen ständig ändern und auf eine Vielzahl von individuellen Bedürfnissen Rücksicht genommen werden muss. Die Arbeit, die da still und leise im Hintergrund geschieht, hat auch Applaus verdient. Sie ist Teil einer Willkommenskultur, die nicht selbstverständlich ist - wie der Blick auf so manches europäische Nachbarland beweist.

uli.piehler@zeitung.org

Polizeibericht Betrunkener legt Aufzug lahm

Amberg. (upl) Den Feierabend hatte sich ein Handwerker, der an der Renovierung des Martinsturmes mitarbeitet, anders vorgestellt. Als er am Mittwoch gegen 16 Uhr gerade dabei war, an der Südseite des Turmes mit dem Aufzug nach unten zu fahren, zog ein Betrunkener auf der Baustelle an der Schiffgasse den Stecker. Der Lift blieb stehen und der Arbeiter musste etwa 20 Minuten lang im Korb des Aufzugs ausharren, bis sich das Gefährt wieder in Bewegung setzte.

Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, ging der Lift-Attacke ein verbaler Schlagabtausch voraus. Der alkoholisierte 28-Jährige habe zunächst die Arbeiter auf dem Gerüst angepöbelt, heißt es im Polizeibericht. Danach sei er handgreiflich geworden, habe Bauzäune umgeworfen und die Wasserzufuhr für die Baustelle gekappt. Schließlich habe er den Hebel für den Aufzug umgelegt. Der Lift blieb bei einer Höhe von etwa 15 Metern stehen. Weil die Arbeiter umgehend die Polizei riefen, konnte der Störenfried noch an Ort und Stelle gestellt werden. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,7 Promille. Der Mann blieb auf freiem Fuß. Ihn erwartet jedoch eine Anzeige.
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