Arbeit gibt Stolz und Würde
Angemerkt

Alles redet von der demografischen Entwicklung und dem wachsenden Problem, Arbeitskräfte für freie Stellen zu finden. Diese Schwierigkeit haben die Jura-Werkstätten nicht. Im Gegenteil. Sie registrieren trotz sinkender Bevölkerungszahl keinen Rückgang an behinderten Menschen. Dadurch sind ihre Werkshallen und Fördereinrichtungen voll, was aber auch an der Führung des Hauses liegt. Klima und Betreuung sind so gut, dass Menschen mit Behinderung gerne kommen.

"Sie sind hier in einem sozialen Umfeld, wo sich alle kennen und wohlfühlen", beschreibt Lebenshilfe-Chef Eduard Freisinger die Situation und lächelt. Denn einerseits ist er froh, dass es so ist. Andererseits würde er sich wünschen, dass solche Kräfte, die nach teils intensiver Förderung auch auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Beschäftigung finden könnten, diese Chance ergreifen. Das aber hält sich in Grenzen, sagt Freisinger, "wir sind halt gefragt hier". Deshalb kann er gegenwärtig nur froh sein, dass der Neubau bessere Rahmenbedingungen für alle Mitarbeiter schafft - die nicht behinderten und die gehandicapten.

Beide Seiten sind ausgesprochen fleißig, wobei Letztere auch noch besonders stolz sind auf das, was sie leisten. Das geht oft so weit, dass viele sagen, sie sind für den Elektronikriesen Conrad oder die renommierte Amberger Firma Guss Auer tätig. Das sind Auftraggeber der Jura-Werkstätten, die die Mitarbeiter gerne nennen, wenn sie gefragt werden, für wen sie denn arbeiten. Genauso stolz antworten manche aber auch "bei den Jura-Werkstätten", die mit ihrem Neubau bald noch viel stolzer sein können. Auf ihre Arbeit mit den Behinderten dürfen sie es sowieso schon lange sein - Tag für Tag. Denn die ist mitunter nicht einfach. Sie ist vor allem eines: bewundernswert.



Im Blickpunkt Es geht ums Geld und ums Bauen

Amberg. (tk) Der Haushalts- und Wirtschaftsplan der in finanzielle Turbulenzen geratenen Bürgerspitalstiftung ist ein Punkt auf der Tagesordnung, die die Stadträte am Montag, 9. März, ab 17 Uhr im Rathaus abzuarbeiten haben. In erster Linie geht es danach um Baugenehmigungen - die Erweiterung von Firmenflächen im Industriegebiet Nord, um den Bau eines Discounters in Raigering und um das Baugebiet "An der Boslarnstraße". Die Frage, wer die Stadt im Vorstand des Tierschutzvereins vertreten soll, rundet das Programm der Räte ab.
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