Atemschutz schützt Leben

Ein bisschen klingt es schon wie bei "Krieg der Sterne", dann nämlich, wenn der böse Darth Vader auftritt. Doch die jungen Leute hinter den Masken gehören garantiert zu den Guten. Sie üben den Einsatz unter Atemschutz. Und das kann unser aller Leben retten.

Der Vorsitzende des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberpfalz, Johann Weber, weiß, was es bedeutet, die Feuerwehrlaufbahn als Atemschutzträger einzuschlagen. "Ich wünsche mir, dass Ihr Euer Abzeichen, wenn Ihr es bekommen habt, mit Würde und Stolz tragt", sagt er vor der angetretenen Truppe im Hof der Feuerwehr. Jeder Handgriff, so Weber, müsse im Notfall sitzen, jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau die Abläufe wie ihm Schlaf beherrschen. Natürlich haben sie in den vergangenen Wochen fleißig geübt, haben immer wieder nachgespielt, wie die Atemschutzmaske richtig sitzt und dass die Sturmhaube bündig abschließen muss.


Alles sitzt korrekt

Das Zweierteam aus Amberg, das den Anfang macht, kontrolliert sich noch einmal gegenseitig, bevor es sich den kritischen Augen der Schiedsrichter stellt. Alles passt, alle Gegenstände sind korrekt, Station 1 ist geschafft. "Wir werden die Arbeit der Feuerwehr weiterhin schätzen und nach Kräften unterstützen", hat Bürgermeister Martin Preuß kurz zuvor in seiner Begrüßung gesagt. Jetzt steht er staunend daneben und schaut, wie die Feuerwehrleute zu ihrem Rettungseinsatz losziehen.

Es gilt, eine leblose Person aus einem verrauchten Gebäude zu retten. Der Schlauch der Pressluftflasche wird an die Maske angeschlossen. Vorsichtig tastet sich das Duo vor, markiert den Rückweg mit Hilfe eines Seils, an dem es sich notfalls auch bei null Sicht orientieren kann. Die junge Frau, die im Flur liegt, ist schnell gefunden, gesichert und mit dem Tragetuch geborgen. Jetzt noch schnell die stabile Seitenlage angewendet und auch Station 2 kann abgehakt werden.

Bevor es an die schriftlichen Prüfungsfragen geht, gilt es noch einen dritten Parcours zu bewältigen. Der Zweiertrupp soll unter Atemschutz in ein Gebäude eindringen und dort ein Feuer löschen. Schon schnurren die vorbereiteten Schläuche über den Hof, sekundenschnell sind sie zusammengesteckt und mit einem C-Rohr versehen. "Wasser marsch" und los. Vorsichtig tasten sich die Feuerwehrleute an die Tür heran, öffnen diese und dringen in das Treppenhaus ein. Kurze Zeit später sind sie oben auf dem Balkon und können Vollzug melden.
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.