Auf dem Boden der Tatsachen
Angemerkt

Michael Thomas und Werner Rusch, die beiden Investoren, Betreiber und Geschäftsführer des neues Kinos beim Kreisverkehr, sprachen gestern via Presseerklärung sämtlichen Baubeteiligten ihren "aufrichtigen Dank" aus. Sie alle hätten in den vergangenen Wochen "übermenschliche Anstrengungen" unternommen, "um das Unmögliche doch noch zu schaffen und eine Eröffnung vor Weihnachten hinzubekommen".

Nun wird's doch nichts mehr mit einem Teilbetrieb vor dem Fest, der mehrmals versprochen worden war. Kein Beinbruch. Der Laie hatte sich eh schwer vorstellen können, wie ein halbfertiges Kino funktionieren soll - und zuletzt auch nicht mehr recht glauben wollen, dass die ersten Streifen tatsächlich noch vor den Feiertagen laufen. Freuen wir uns also auf die Komplett-Eröffnung der insgesamt acht Säle, in denen dann 20 Filme gespielt werden sollen. Lieber ein perfektes Cineplex als eine eher halbgare Lösung.

Vielleicht hilft die Verzögerung ja auch dem bisherigen Amberger Kino-Monopolisten Andreas Wörz, der nicht abgeneigt zu sein scheint, aus seinem Ring-Theater eine Art Kulturstätte zu machen. Auf seinem sicher nicht einfachen Weg zu einer neuen Nutzung des Hauses gewinnt er ein bisschen Zeit. Wörz ist auf der Suche nach einem (auch finanziell) tragfähigen Konzept ein glückliches Händchen zu wünschen. Amberg braucht das "andere" Ring-Theater als Teil seines Kulturlebens.

juergen.kandziora@zeitung.org

In eigener Sache Wunschaktion: Fahrer gesucht

Amberg. (tk) Gabi Rex setzte ihre Hoffnung voll und ganz auf die Amberger Zeitung und wurde nicht enttäuscht. Die 60-Jährige, die nach dem Tod ihres Mannes mit ihrem behinderten Sohn (34) alleine in der Hans-Thoma-Straße lebt, stößt immer mehr an ihre finanziellen Grenzen. Die Witwenrente reiche kaum zum Leben. Sich eine neue Couch zu kaufen, weil die alte längst reif für den Sperrmüll ist, kommt für die Ambergerin nicht infrage.

Die Frau meldete sich bei der AZ-Wunschaktion und hat Glück. Ein Sofa, das ihren Vorstellungen entspricht, steht in einer Garage in Raigering. Die Besitzerin würde das Möbelstück verschenken, hat aber keine Möglichkeit, es zu Gabi Rex zu bringen, die ihrerseits keinen geeigneten fahrbaren Untersatz hat. Wer den Frauen helfen möchte, einen Transporter, einen Anhänger oder einen Kleinlaster hat und die Couch gratis in die Hans-Thoma-Straße bringen kann, soll sich unter Tel. 0171/7 69 87 02 melden.
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