Auf "Highway to hell"?
Angemerkt

Die junge Frau trug ACDC-Shirt, Piercings und hatte ein Transparent bei sich: "Wer pflegt uns einmal?" Als Teilnehmerin bei der mobilen Kundgebung am Pflege-Truck auf dem Marktplatz hatte ihre Forderung zwischen Rollstuhlfahrern, Angehörigen und Schülern eine Art Selbstverständlichkeit wie für Hippies die Anwesenheit bei Friedens-Demos.

Pflege betrifft am Ende alle. Das wurde an diesen zwei Tagen auf dem Marktplatz deutlich. Die Werbung von Kirchen und Wohlfahrtsverbänden für "100 Prozent liebevollere Pflege" scheint auch die Politik unterschreiben zu wollen. Warum also passiert so wenig?

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind etwa 2,6 Millionen Menschen pflegebedürftig. Ihre Zahl wird in den nächsten 15 Jahren um gut 700 000 steigen und 2040 bei 3,64 Millionen zu liegen. Wenn heute schon über die Hälfte dieser Menschen zu Hause gepflegt wird, bedeutet das, dass die Zahl der pflegenden Angehörigen weiter zunehmen wird. Auf die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist kaum ein Arbeitgeber vorbereitet. Steht den Pflegebedürfigen eine Fahrt auf dem "Highway to hell" bevor?

Zumindest in Amberg hat der Truck seinen Zweck erfüllt: Er lenkte den Blick - für alle die sich darauf einlassen wollten - auf die stillen Helden in der Branche.



Im Blickpunkt

Altstadt-Kanäle Thema im Stadtrat

Amberg. (roa) Mit einer Online-Vorführung beginnt die Sitzung des Stadtrates heute um 17 Uhr im Rathaus. Gezeigt werden rechtskräftige Bebauungspläne der Stadt im Geoportal Bayern.

Weitere Themen auf der Tagesordnung sind das Stadtmagazin, das Corporate Design, die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung, die Kanalisation bei Alt-Eglsee und die Altlastenbeseitigung im Baugebiet "Kennedystraße Süd". Weiter entscheiden die Stadträte über die Fortsetzung der Förderung des Technologie-Transfers zwischen der OTH und der regionalen Wirtschaft bis 2020 in Form eines Mitgliedsbeitrags. Das Bebauungsplanaufstellungsverfahren "An den Himmelsweihern" soll beschlossen werden.

Das Gremium berät sich über den Umfang und die geplante Abfolge der anstehenden Tiefbaumaßnahmen (Kanalerneuerung und Neugestaltung von Straßen) in der südöstlichen Altstadt. Mit den Sportförderrichtlinien, der Feststellung und Entlastung der Jahresrechnung 2013 und dem Geschäftsbericht der Stadtwerke endet die öffentliche Sitzung.
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