Aufbruch in bessere Zeit
Angemerkt

Bis dato stand die Zukunft der Bahnhofstraße immer nur auf dem Papier. Als Investor Dr. Ulrich Schmid den Eckert-Bau erwarb und ankündigte, ihn wieder mit Leben erfüllen zu wollen, zum Beispiel. Oder als Vertreter der Stadt ihre Unterschrift unter den Vertrag setzten, der die Entwicklung der Forum-Immobilie regelt. Das ist alles gut klingende Theorie - wie die Entscheidung, eine Quartiersgarage bauen und zudem die Wirtschaftsschule modernisieren zu wollen. Jetzt aber hat eine neue Zeitrechnung begonnen, die der Taten.

Schon bald werden auf dem ehemaligen Bürgerspitalareal weitere 25 Zentimeter Boden abgetragen, damit der Bau der ersten 30 unterirdischen Stellplätze beginnen kann. Noch ist das Parken an dieser Stelle unmöglich, aber es ist ein optisches Signal, dass es vorangeht, dass nicht nur geräumt und abgerissen wird, sondern auch Neues entsteht. Endlich!

Doch das ist nur eine Seite der Medaille. Jetzt geht es vor allem darum, kreativ zu sein und zeitgleich sorgfältig abzuwägen, was genau zwischen Schule und Forum entstehen soll. Eine reine Wohnbebauung? Dafür wäre das Areal zu schade. Geschäfte wären aber auf der gegenüberliegenden Seite im ehemaligen Storg besser aufgehoben. Ob sich Ärzte, Anwälte oder andere Dienstleister ansiedeln lassen, darf bezweifelt werden. Die Entscheidungsträger im Rathaus und bei der Gewerbebau sind sich darüber im Klaren, dass es eine historische Chance zu nutzen gilt. Angst, Fehler zu machen, brauchen sie nicht zu haben. Alles, was kommt, ist besser als das Hier und Jetzt.



Reaktionen

Strobl: "Habe Spaenle zitiert"

Amberg. (tk) In der Diskussion um die Zukunft der Militärhistorischen Sammlung hat sich erneut Reinhold Strobl zu Wort gemeldet. Der SPD-Landtagsabgeordnete will in einer Mitteilung vom Dienstag das an diesem Tag erschienene "Angemerkt" mit dem Titel "Kurze Wege sind oft besser" nicht unkommentiert lassen. In dem Meinungsbeitrag heißt es: "Strobl hatte bereits Ende Januar eine Mitteilung an die Medien verschickt, in der wörtlich steht: ,Hierbei handelt es sich um eine umfangreiche Sammlung von Militaria im Eigentum eines Vereins, die bislang weder geordnet noch inventarisiert ist.'" Strobl stellt klar: "Ich habe den Brief und damit die Fehleinschätzung aus dem Kultusministerium, unterschrieben von Kultusminister Spaenle, zitiert und damit darauf aufmerksam gemacht, wie andernorts die Sammlung gesehen wird."
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