Aufsteiger beim A-Nord-Tabellenführer Michaelpoppenricht
ESV Amberg vor kaum lösbarer Aufgabe

Am achten Spieltag in der A-Klasse Nord könnte der frisch gebackene Tabellenführer SV Michaelpoppenricht seine Spitzenposition mit einem Heimdreier untermauern, denn die Aufgaben seiner beiden engsten Verfolger sind zumindest nach der Papierform kniffliger. Die Lorbeeren an der Tabellenspitze möchte nun der SV Michaelpoppenricht nicht welken lassen. Zu Gast ist der ESV Amberg, der ebenso wie sein Gastgeber den bitteren Weg über die Einstellung des Spielbetriebs und den Neuanfang in der B-Klasse beschreiten musste. In der A-Klasse müssen die Eisenbahner erst einmal Fuß fassen und sie haben sich als Saisonziel den Ligaerhalt gesetzt. Der sollte auch keine Utopie sein, ein Auswärtserfolg beim Spitzenreiter ist dagegen nicht zu erwarten.

Die Minimalisten der SG Neudorf II haben bei 6:6 Toren aus sieben Begegnungen stolze zwölf Punkte eingefahren: Drei 1:0-Erfolge und ein 2:0-Sieg sowie Rang sechs sind der Lohn der sportlichen Taten, die auch zu einem Großteil in der Defensive stecken, denn kein Team der Liga hat weniger Gegentreffer hinnehmen müssen. Das sieht auch Trainer Richard Zeiler so, "denn da haben wir uns im Vergleich zum Vorjahr verbessert, vorne fehlt uns aber ein Vollstrecker und wir sind ganz einfach auch noch zu grün." Erstaunlich, was der TSV Neudorf aus einem 500-Seelen-Ortsteil der Gemeinde Luhe-Wildenau (3400 Einwohner) mit drei Fußballvereinen noch leistet, denn "wir müssen mit unserem 19-Mann-Kader alles alleine stemmen, vom SC Luhe-Wildenau ist kein einziger Spieler mit dabei." Nun kommt mit dem noch ungeschlagenen SV Sorghof II eine ganz harte Nuss zum Dorfverein.

Noch nicht in die Potte gekommen ist die SG Etzenricht II/Weiherhammer II, die punkt- und torgleich mit dem ESV Amberg den Relegationsplatz innehat. Nun geht die Reise zum SV Freudenberg II, der sich nach einem sehr beschaulichen Saisonstart langsam aber sicher nach vorne orientieren möchte - dazu braucht es aus einem Heimspiel auch am besten einen Heimsieg.

Absteiger FC Freihung sucht noch seine Konstanz und passt da gut zu seinem Kontrahenten und Tabellennachbarn TSV Theuern, auch wenn dieser in der Rolle des "Königsmörders" (3:2 gegen Großalbershof) in den nördlichen Landkreis fährt. Dem Gewinner winkt ein Plätzchen im Mittelfeld. Auf einem immer noch starken zweiten Platz rangiert der FC Großalbershof, der am Forsthof den FSV Gärbershof erwartet, seines Zeichens "Dauerzweiter" und mit einem neuen Trainer (Christian Boes) im Gepäck.

Der TSV Kümmersbruck lauert noch auf den ersten Saisonsieg. Der soll bald eingetütet werden, aber ob sich mit dem FV Vilseck II der richtige Gegner für diese sportliche Intention vorstellt, muss erst einmal abgewartet werden.

Vergangenes Jahr gewannen die Sportfreunde Ursulapoppenricht noch beide Partien gegen die DJK Amberg gewinnen - allerdings agierte man da auch eine Etage höher in der Kreisklasse. Beide Clubs haben sich nun für die noch frischen Saison neu aufstellen müssen. Bis dato hat die DJK (4.) vier Punkte mehr auf dem Konto als die SFU (9.).
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.