Aufsteiger setzt dickes Ausrufezeichen

Der Haselmühler Torhüter Patrick Stiegler (links) faustet nach einer Ecke im Luftduell mit dem Schmidmühlener Innenverteidiger Alexander Graf (rechts) am Ball vorbei, beobachtet von ASV-Rechtsverteidiger Johannes Amrhein (Mitte rechts) und dem Schmidmühlener Stürmer Marco Pirzer (vorne). Bild: Ziegler

Auftakt in der Kreisliga Süd: Neuling ASV Haselmühl startet mit einem klaren Sieg, der TuS/WE Hirschau sichert sich in letzter Sekunde einen Punkt - und der SV Loderhof/Sulzbach sehnt schon bald nach dem Anpfiff den Schlusspfiff herbei.

(frü) 0:1 nach drei Minuten, 0:4 zur Halbzeit, 0:6 nach 90 Minuten: Für den SV Loderhof/Sulzbach verlief das Auftaktspiel gegen Germania Amberg noch schlimmer als befürchtet. Ähnlich erging es dem SVL Traßlberg, der sein Heimspiel gegen den SSV Paulsdorf mit 1:4 verlor. Titelkandidat DJK Utzenhofen holte sich beim 2:0 gegen den FC Edelsfeld gleich die ersten drei Punkte.

ASV Haselmühl       4:0 (1:0)       SV Schmidmühlen
Tore: 1:0 (43.) Matthias Schmidt, 2:0 (54.) Christian Preischl, 3:0 (62.) Matthias Schmidt, 4:0 (68.) Andreas Hammerl - SR: Kai Thiele (DJK Gebenbach) - Zuschauer: 175.

(pme) In einer guten und flotten Partie setzte sich der Neuling ASV Haselmühl klar gegen den SV Schmidmühlen durch. Die erste Möglichkeit hatten allerdings die Gäste, aber Fischer rettete für seinen bereits geschlagenen Torwart auf der Linie. Auf der Gegenseite konnte Philipp Paintner die vielbeinige SVS-Abwehr nicht überwinden. Kurz vor dem Pausenpfiff fiel dann endlich das erlösende 1:0 durch Schmidt, der nach einem Querpass von Ibler sicher verwandelte. Das 2:0 erzielte Preischl nach einem Eckball mit einem schönen Kopfball in den Winkel. Dann ging es Schlag auf Schlag: Preischl spielte einen Steilpass genau in den Lauf von Schmidt und dieser ließ dem Gästetorwart keine Chance. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Hammerl, der mit seinem ersten Ballkontakt das vielumjubelte 4:0 erzielte.

TuS Rosenberg       2:2 (1:0)       TuS/WE Hirschau
Tore: 1:0 (6.) Christoph Wuttig, 1:1 (47.) Yunus Sari, 2:1 (60.) Mario Rudert, 2:2 (90.+3) Yunus Sari - SR: Boris Finkel - Zuschauer: 90.

(kok) Die Hausherren begannen druckvoll, störten die Hirschauer früh in der eigenen Hälfte, so dass bei den Gästen kein geregelter Spielaufbau möglich war. So dauerte es nur sechs Minuten, bis der starke Wuttig nach guter Vorarbeit von Götz zum 1:0 traf. In der 12. Minute lenkte TuS/WE-Schlussmann Alexander Koeck einen 25-Meter-Schuss von Röhrer mit einer Glanzparade an die Latte. Zwei Minuten später ging Innenverteidiger Kammerl mit nach vorne und legte nach Doppelpass mit Wuttig wunderbar quer - wieder rettete die Latte für die Hirschauer. Wuttig tauchte dann kurz vor der Pause noch einmal alleine vor gutem Gästetorhüter auf, vergab jedoch kläglich.

In der Pause reagierte Hirschaus Trainer Jörg Gottfried und brachte drei neue Spieler. Mit Erfolg: Der TuS/WE setzte die Rosenberger zunächst unter Druck und glich nach einer Unstimmigkeit in der Hintermannschaft durch den eingewechselten Sari aus. Danach übernahmen die Hausherren jedoch wieder das Kommando und gingen durch Rudert nach guter Hereingabe von Wuttig wieder in Führung. Es folgten wiederum gute Möglichkeiten. Ein Götz-Freistoß verfehlte das Ziel nur knapp, ebenso ein Wuttig-Kopfball. In der 93. Minute gab Schiedsrichter Finkel indirekten Freistoß im Strafraum der Rosenberger. Torwart Schuppe hatte zuvor den Ball zweimal in die Hand genommen. Kapitän Pfab legte quer und Sari glich erneut aus. Am Ende ein überaus glücklicher Punktgewinn für die Gäste.

SV Loderhof       0:6 (0:4)       Germania Amberg
Tore: 0:1 (3.) Florian Danzer, 0:2 (27.) Christopher Reichenberger, 0:3 (29.) Tobias Rudlof, 0:4 (36.) Patrick Wagner, 0:5 (54.) Florian Weiß, 0:6 (55.) Thomas Schwab - SR:Alexander Pott (Bayreuth) - Zuschauer: 50.

(bt) Es kann nur noch besser werden! Das war die einzige positive Erkenntnis des SV Loderhof/Sulzbach nach der 0:6-Pleite gegen den SC Germania Amberg. Bereits in der 3. Minute nutzten die Gäste einen katastrophalen Abwehrschnitzer zur Führung. Zwar gelang es den Hausherren in den folgenden 25 Minuten das Tor sauber zu halten, doch auf der anderen Seite klappte im Aufbauspiel so gut wie gar nichts. Bis zur Pause nutzte Germania drei weitere Fehler in der SV-Abwehr zu Treffern und entschied die Partie frühzeitig. Auch in der zweiten Hälfte hatten die Hausherren, die durch eine Reihe von verletzten Spielern geschwächt waren, den Ambergern wenig entgegen zu setzen. So war es kein Wunder, dass diese mit einem sehenswerten Freistoßtor ins obere Dreieck durch Florian Weiß und dem 6:0 das Ergebnis in die Höhe schraubten, während die Loderhofer den Schlusspfiff herbeisehnten.

DJK Utzenhofen       0:2 (0:0)       FC Edelsfeld
Tore: 1:0 (58.) Daniel Geitner, 2:0 (67./Foulelfmeter) Yilmaz Topcu - SR: Roland Kosak (Berg) - Zuschauer: 115.

(aun) Hart erkämpft, aber durchaus verdient war der Auftaktsieg der DJK Utzenhofen. Die Elf von DJK-Spielertrainer Yilmaz Topcu war feldüberlegen, vergab aber ihre Tormöglichkeiten. Mal war es fehlende Konsequenz, mal fehlte das Quäntchen Glück zur Führung. Edelsfeld stand in der ersten Hälfte sehr tief, was dennoch aufs Tor kam, wurde von Schlussmann Bernd Fischer gefangen. Die Gäste standen sicher und warteten geduldig auf ihre Chancen. Doch insbesondere in der ersten Hälfte wurden zu wenige Torchancen herausgespielt. So gab es im ersten Spielabschnitt jeweils nur eine echte Möglichkeit.

Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Die Utzenhofener waren bemüht, konnten sich aber gegen die gute FC-Abwehr nicht durchsetzen. Chancen gab es nur bei Standards. In der 58. Minute nutzte Utzenhofens Daniel Geitner ein Gedränge im gegnerischen Strafraum zum 1:0. Immer wieder konnte der DJK-Sturmführer nur durchs Fouls gebremst werden - so auch in der 67. Minute, als ihn Gästetorwart Bernd Fischer im Strafraum zu Fall brachte. Den Elfmeter verwandelte Yilmaz Topcu zum 2:0. Nun verlegte sich Utzenhofen darauf, das Ergebnis zu verwalten, blieb aber durch gelegentliche Konter gefährlich. Edelsfeld agierte zu behäbig und fand keine Mittel gegen die sicher stehende Abwehr.

SVL Traßlberg       1:4 (0:1)       SSV Paulsdorf
Tore: 0:1 (45.) Tobias Scherm, 1:1 (65.) Michael Behrend, 1:2 (80.) Christian Schreier, 1:3 (89.) Ilir Mujku, 1:4 (90.) Tobias Scherm - SR:Simone Krause (Lauf) - Zuschauer:120.

Es bleibt dabei: Gegen Paulsdorf kann der SVL Traßlberg nicht gewinnen. Zu Beginn vergab der SVL einige Torchancen. In der 22. Minute vereitelte Traßlbergs Schlussmann Sebastian Moser reaktionsschnell die Gästeführung. Kurze Zeit später setzte Torjäger Pascal Behringer den Ball nur knapp am rechten Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause dann die Führung der Paulsdorfer durch Tobias Scherm, der eine Unachtsamkeit in der SVL-Abwehr nutzte. Nach einem Missverständnis zwischen Gästetorwart und einem Abwehrspieler war Michael Behrend zur Stelle und musste den Ball nur noch zum 1:1-Ausgleich einschieben (65.). Die Heimelf hatte noch mehrere Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. Nach einem Ballverlust im Mittelfeld erzielte der SSV Paulsdorf mit einem schnell vorgetragenen Konter durch Christian Schreier in der 80. Minute das 1:2. Als der SVL die Abwehr lockerte, nutzte die Gästemannschaft ihre Räume eiskalt aus. Ein Doppelschlag in der 89. und 90. Minute durch Mujku und Scherm besiegelte die nicht erwartete Niederlage. Um den Saisonansprüchen gerecht zu werden, bedarf es in den nächsten Spielen einer deutlichen Leistungssteigerung.
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