Aufsteiger SpVgg Ansbach mit Zuversicht zum FC Amberg
"Wir können jeden schlagen"

Eigentlich sah es so aus, als ob der FC Amberg in die Erfolgsspur gefunden hätte - da setzte es beim Tabellenvorletzten TSV Neudrossenfeld eine 1:4-Pleite. Der Auftrag für den 16. Spieltag der Fußball-Bayernliga Nord ist deshalb klar: Diesen Ausrutscher vergessen und an die Positiverlebnisse vor Neudrossenfeld anknüpfen. Dem im Weg steht die SpVgg Ansbach, die der FCA am Samstag, 11. Oktober, um 16 Uhr im Stadion am Schanzl erwartet.

Die Mittelfranken sind mit 18 Punkten Zehnter. Eine Zwischenbilanz, mit der Trainer Fredi Skurka (40), der die SpVgg seit drei Jahren trainiert und das Team als Meister der Landesliga Nordwest eine Etage nach oben führte, zufrieden ist: "Wir stehen als Aufsteiger gerade da, wo wir am Ende der Saison auch gern stehen würden." Wobei er auch weiß: "Es wäre mehr drin gewesen, aber wir hatten viel Verletzungspech." Zum Beispiel den Ausfall von Top-Torjäger Bastian Herzner (10 Treffer in 14 Partien), der nach einer Trainingsverletzung operiert werden musste. "Wir können Bastian nicht 1:1 ersetzen, müssen seinen Ausfall jetzt als Team kompensieren. Die Vorrunde wird er wohl nicht mehr mitspielen können", bedauert der Ansbacher Trainer.

Dass es aber auch ohne ihn gehen kann, zeigte der letzte Auftritt gegen Haibach, als sich die SpVgg in den Schlussminuten noch ein 1:1 sicherte. Damit ist sie seit drei Spielen zwar sieglos, doch dieses Unentschieden schürt neue Hoffnung - auch im Hinblick auf den Auftritt in Amberg. An diesem Punkt müsse sich sein Team jetzt hochziehen, so Skurka, der auch auf eine keineswegs schlechte Auswärtsbilanz verweist: Drei Niederlagen, ein Unentschieden und drei Siege (unter anderem ein 4:0 in Forchheim). Dementsprechend gehe man auch die Aufgabe FC Amberg an: "Es wird eine harte und enge Partie, aber wir wissen, dass wir jeden schlagen können."

Das glaubte man auch beim FC Amberg - bis zu der unglücklichen Niederlage in Neudrossenfeld. Da dominierte man das Spiel, ging aber als Verlierer vom Platz. Ein Ausrutscher, der sich nicht wiederholen dürfe, warnt Trainer Timo Rost: "Die Zielstrebigkeit und der letzte Wille, das Tor zu machen und konsequent zu verteidigen, haben gefehlt. Das müssen wir ändern. Ich will sehen, dass die Spieler das mit aller Macht wollen." Die Alternative: "Wenn ich das nicht sehe, kann es gut sein, dass der ein oder andere aus der Amateurmannschaft in den Kader rutscht."

Fehlen werden gegen Ansbach Alexander Konjevic (Schulter), Andreas Graml (Knie), Marco Seifert (Knöchel) und Michael Brandl (Adduktoren). Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Christian Knorr und Julian Ceesay (beide Knieprobleme). Trotz angespannter Personalsituation - Rosts Forderung ist klar: "Wir wollen gewinnen. Mit aller Macht."

FC Amberg: Götz (1), Sommerer (25), Ceesay (15) (?), Gorgiev (5), Jobst (23), Karzmarczyk (18), Hempel (14), Knorr (17) (?), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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