Augen öffnen für Behinderte
Angemerkt

Spötter würden sagen: Blinde gibt es in Amberg genug. Für sie lohnt sich ein Leit- und Lenksystem auf den Straßen allemal, damit sie nicht mehr so ziellos umherirren in unserer Stadt. Doch Spaß beiseite: Professionelle Orientierungskonzepte für wirklich blinde und sehbehinderte Menschen sind ein ernstes Thema.

Gut, dass es eine Gruppierung im Stadtrat gibt, die dafür nicht blind und taub ist. Im Gegenteil öffnet sie die Augen für diese Bedürfnisse, auch wenn jetzt vermutlich wieder manche Spötter auf den Plan treten: Weil es vor allem Werner Konheiser ist, der sich für diese Sache stark macht und auch den Antrag seiner Stadtratskollegen vorbereitet hat. Der Sprecher der Amberger Bunten ist selbst sehbehindert und hat schon im Gespräch mit der AZ befürchtet, dass ihm mancher nun Eigennutz und Eigeninteresse unterstellen wird.

Aber darum geht es doch gar nicht. Es geht darum, dass sich einer dieses Themas annimmt. Dass er an die Menschen denkt, an die sonst wenig gedacht wird. Selbst wenn Konheisers eigenes Schicksal mit hinter seinem Antrieb steckt, spielt das keine große Rolle. Denn so funktioniert Stadtratsarbeit eben auch: Eigene Erfahrungen, Gespräche, Beschwerden und Anregungen der Bürger sind wichtig für Veränderungen. Das wahrzunehmen und an den entscheidenden Stellen zum Thema zu machen, ist gute Kommunalpolitik. Bitte mehr davon.

thomas.amann@zeitung.org

Im Blickpunkt Wochenende ohne Telefon macht Ärger

Amberg. (ath) Seit drei Tagen ohne Festnetztelefon und stationäres Internet: Diesen ärgerlichen Zustand erlebten viele Anwohner auf der Raigeringer Höhe und in Teilen Kleinraigerings am Wochenende. Von Freitagnachmittag bis gestern ging nach Auskunft mehrerer Betroffener, die sich auch bei der AZ meldeten, nichts mehr. Die Telekom bestätigte diese Angaben auf Nachfrage im Wesentlichen.

Nach ihrer Auskunft war bei Bauarbeiten am Kleinraigeringer Berg ein Kabel nass geworden und es trat ein "Hauptkabelnetzfehler" auf. Dadurch seien die Leitungen im Anschlussbereich eins bzw. im umliegenden Gebiet lahmgelegt worden. Bis gestern Nachmittag war nach Mitteilung des Stördienstes noch nicht klar, ob der Schaden am Sonntag überhaupt behoben werden könne. Eine Antwort, die auch die Anschlussinhaber erhielten und die für weiteren Unmut sorgte. Schließlich mussten die Leute schon seit Freitag auf Telefon und Internet zu Hause verzichten.
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