Aus dem Wald Kapital schlagen

Bei der Vorstellung des neuen Wirtschaftsplanes: (vorne, von links) Uwe Vos, Oberbürgermeister Michael Cerny, Helga Verron; (hinten, von links) Pascal Kölbl, Martin Seits, Franz Mertl, Rainer Busch. Bild: hfz

Nachhaltiges Wirtschaften ist auch für den städtischen Forst die oberste Prämisse. Um dies zu gewährleisten richten sich die Förster nach den nunmehr aktualisierten Wirtschaftsplan Wald. Pro Jahr dürfen künftig 10 000 Festmeter Holz genutzt werden, was entsprechende Einnahmen für den Amberger Haushalt garantiert.

Über 20 Jahre sind vergangen, der Wirtschaftsplan für den städtischen Wald musste erneuert werden. Aus diesem Grund stand in den Jahren 2012 bis 2014 eine neue "Begutachtung Forsteinrichtung" an. Sie ist die Grundlage für die Bewirtschaftung des Stadtwaldes in den kommenden zwei Jahrzehnten durch die städtischen Förster.

Grundzüge erläutert

Der Startschuss für die Forsteinrichtung fiel im August 2012. Abteilungsleiterin Helga Verron vom Bereich Forsten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der zuständige Forstsachverständige Diplom-Forstwirt Uwe Vos (Waldkirchen) legten Oberbürgermeister Michael Cerny und dem neuen Leiter des städtischen Forstamtes, Martin Seits, den fertigen Plan vor. Dabei erläuterten sie die wichtigsten Grundzüge des neuen Wirtschaftsplans.

Die Runde vervollständigten Kämmerer Franz Mertl, Rainer Busch und Forsttechniker Pascal Kölbl, der seit April das forstliche Team am Mariahilfberg verstärkt. Bei einem regen Informationsaustausch wurden die Eckpunkte der künftigen Bewirtschaftung diskutiert, wobei Uwe Vos besonders die gesellschaftspolitische Bedeutung des Waldes herausstellte.

2000 Hektar Forst

In dieser Hinsicht haben sich die heutigen Anforderungen, vor allem der Bevölkerung an den Wald, in den vergangenen 20 Jahren wesentlich verändert. Naherholung, Landschafts-, Natur- und Wasserschutz sind heute Thema. Amberg ist mit rund 2000 Hektar Wald einer der größten Waldeigentümer Bayerns. Zur Bewirtschaftungsfläche gehören Bürgerspitalstiftungswald, Stadtkammerwald sowie der im Einzugsgebiet der Wassergewinnungsanlagen befindliche sogenannte Quellschutzwald der Stadtwerke. Für jedes dieser Waldgebiete gibt es einen Einzelplan.

Fertiggestellt sind nunmehr die Pläne für Bürgerspitalstiftungswald und Stadtkammerwald. Für die Erneuerung des Wirtschaftsplans fließen hier öffentliche Gelder. Finanziert wird die Forsteinrichtung jeweils zur Hälfte vom Freistaat Bayern und der Stadt Amberg. Die nicht förderfähigen Kosten für den noch in Arbeit befindlichen Quellschutzwald tragen vollständig die Stadtwerke. Bei der Forsteinrichtung wird bei der Betriebsanalyse und Planung auch der Hiebsatz für den städtischen Wald neu festgesetzt, der die Menge des Holzes angibt, die jährlich geschlagen werden darf. Der Hiebsatz ist die wichtigste Größe für den Forstbetrieb. Immerhin können die städtischen Förster künftig rund 10 000 Festmeter Holz pro Jahr nutzen und damit auch die Verjüngung der städtischen Wälder weiterführen.

Solide Planung

Deshalb ist eine solide Planung und Datenerhebung von großer Bedeutung, denn sie gibt Sicherheit bei der Bewirtschaftung, ermöglicht eine nachhaltige Nutzung und laufende Einnahmen für den Stadthaushalt.
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