Aus Misserfolgen lernen

Steht vermutlich am Sonntag wieder unter Beschuss: ERSC-Keeper Markus Buser (rechts). Bild: brü

Der EC Schweinfurt gab dem ERSC Amberg eins auf die Mütze. Trainer Stefan Ponitz hofft nun für das Heimspiel am Sonntag, dass die Schwarzbären aus Freising seinen Spielern nicht ebenfalls das Fell über die Ohren ziehen. Denn dass die Black Bears bisher auswärts stark auftreten, hat einen Grund.

Die Eishockey-Landesliga Nordost erweist sich als die erwartet ausgeglichene Spielgruppe. Von den 14 Mannschaften ist lediglich der ESC Vilshofen noch ohne Niederlage, allerdings haben die Wölfe ja auch erst drei Begegnungen bestritten. Für den ERSC Amberg stehen nach sechs Partien lediglich die beiden Begegnungen mit dem ERV Schweinfurt negativ zu Buche - unzweifelhaft waren beide vermeidbar. Vor allem das 3:6 am vergangenen Sonntag nach einer 3:0-Führung ist noch immer schwer zu verstehen.

Wie die Löwen-Spieler das verarbeitet haben, werden sie im Heimspiel am Sonntag, 16. November, um 18.30 Uhr gegen die Black Bears aus Freising beweisen müssen. Ein harter Test, denn im Vorjahr verlor Amberg beide Duelle gegen die Oberbayern. In dieser Saison haben die Gäste ein besonderes Manko zu verkraften, das sie gewissermaßen aber gerne in Kauf nehmen. Seit dem Sommer läuft der langersehnte Stadionbau, weswegen die Schwarzbären bis Dezember ohne Heimat sind. Dies bedeutet erschwerte Trainingsbedingungen und zunächst jede Menge Auswärtsspiele am Stück, ehe am 28. Dezember gegen Bad Kissingen mit einem Dach über dem Kopf in Freising um Punkte gekämpft wird. Bislang hat sich die Truppe von Trainerfuchs Michael Eibl gut aus der Affäre gezogen. Für den Vorjahresfünften stehen je zwei Siege (Regen, Trostberg) und Niederlagen (Bad Kissingen, Dingolfing) in der Bilanz, wobei nur die 0:8-Klatsche in Dingolfing aus dem Rahmen fällt. Eibl kann auf ein Gerüst aus sehr erfahrenen Spielern in allen Mannschaftsteilen bauen: Konstantin Bertet im Tor, Verteidiger Bernhard Weinzierl und das torgefährliche Angriffsquartett mit Rentsch, Mooseder, Kammermeier und dem Kanadier Martindale. Beim ERSC Amberg kann Trainer Stefan Ponitz wieder mit Christoph Schönberger und Matti Swadzba rechnen, die beide aus familiären Gründen in Schweinfurt fehlten. Die Löwen müssen zeigen, dass sie aus Misserfolgen Lehren ziehen können. Angeknackstes Selbstvertrauen repariert man mit Erfolgen. So steht gegen Freising der fünfte Sieg als Zielvorgabe.
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