Aus Staatsanwalt wird IT-Stelle

Während der langjährigen Sanierung des Landgerichts war schon die Amberger Staatsanwaltschaft hierher an die Faberstraße 9 ausgesiedelt. Nach dem Rückzug an ihren Stammplatz an der Regierungsstraße ist das Gebäude nun frei für die Teilverlagerung der gemeinsamen IT-Stelle der Justiz mit 64 Arbeitsplätzen. Bild: Steinbacher

Die gemeinsame IT-Stelle der Justiz, die teilweise von München nach Amberg verlegt wird, hat ein neues Domizil gefunden. Sie soll ins lange Zeit von der Staatsanwaltschaft genutzte Gebäude an der Faberstraße einziehen. Der Mietvertrag ist unterzeichnet, 64 Arbeitsplätze kommen dadurch in die Vilsstadt.

Ein weiterer Schritt für den Teil-Umzug ist geschafft, heißt es in einer gestern vom bayerischen Finanz- und Justizministerium gemeinsam herausgegebenen Pressemitteilung. "Wir haben ein geeignetes Gebäude für die Verlagerung von 64 Arbeitsplätzen gefunden, der Mietvertrag ist unterschrieben", werden darin die zuständigen Minister Markus Söder und Winfried Bausback zitiert.

"Wir müssen den Menschen im ländlichen Raum ermöglichen, eine gute Arbeit zu finden. Amberg kann sich auf neue hochqualifizierte Arbeitsplätze freuen", heißt es weiter aus dem Munde von Markus Söder. "Die gemeinsame IT-Stelle ist von zentraler Bedeutung für die gesamte bayerische Justiz. Mit der Verlagerung setzen wir ein wichtiges Signal für den Justizstandort Amberg und die gesamte Oberpfalz", ergänzte Bausback laut Presseinfo.

Ein großer Teil der IT-Stelle wird demnach voraussichtlich im kommenden Jahr von München und andernorts in die Faberstraße ziehen. Sie ist zuständig für Entwicklung, Betrieb und Betreuung der Informationstechnik der Gerichte und Staatsanwaltschaften in Bayern. Das Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von rund 1900 Quadratmetern ist laut Mitteilung ideal für die neue Nutzung. Es habe sich bereits in den vergangenen Jahren als Ausweichquartier für die Staatsanwaltschaft während der Generalsanierung des Hauptbaus bewährt. Das Justizministerium könne nun "die wichtige strukturpolitische Maßnahme für die Stadt und die Region in Angriff nehmen". Ein Großteil der Flächen soll noch heuer bezugsfertig werden.

Neben der IT-Stelle wird auch das Institut für Frühpädagogik mit 34 überwiegend hochqualifizierten, wissenschaftlichen Arbeitsplätzen im Bereich Psychologie und Pädagogik in Amberg angesiedelt. Unterbringungsmöglichkeiten dafür werden derzeit noch von der "Immobilien Freistaat Bayern" geprüft.
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