Ausgerechnet zum Tabellenführer

Die Fans des 1. FC Neukirchen freuen sich schon auf das Derby gegen den SV Etzelwang. Vor allem, weil vermutlich viele Tore fallen. Bild: Ziegler

Nach einem knappen Viertel der Saison in der Kreisklasse Süd ist nur noch die SpVgg Ebermannsdorf ungeschlagen. Ohne Sieg steht nur noch der SV Etzelwang da, der im Derby zum 1. FC Neukirchen muss. Der hat nur einmal verloren - und das bei der TSG Weiherhammer, die gegen den Aufsteiger die einzigen Punkte bisher holte.

Zwei Nachbarduelle und zwei Landkreisduelle sind für den siebten Spieltag signifikant. Die Verfolgermeute des Führungstrios FC Neukirchen, 1. FC Schlicht und SpVgg Ebermannsdorf besteht vor allem aus zweiten Mannschaften.

Derbystimmung in Etzelwang, sicherlich einige Zuschauer und vermutlich auch einige Treffer: Das Match der Gastgeber gegen den "kleinen FCN" verspricht eine interessante Partie zu werden, die der Favorit erst einmal gewinnen muss. Nicht nur das interessante Trefferkonto spricht für den Aufsteiger, der 21:6 Tore hat - fast umgedreht der SV Etzelwang bei 6:22 Treffern.

Punktgleich auf dem zweiten Platz folgt der 1. FC Schlicht, der seine Visitenkarte beim FC Weiden-Ost II abgibt - der kommt von der Kreisklasse Ost und sein Trainer Martin Oppitz freut sich über die höhere Qualität in der neuen Spielklasse, "denn hier wird mehr Fußball gespielt. Unserem extrem jungen Kader mit einem Altersschnitt von knapp über 20 Jahren kommt das entgegen", so der Übungsleiter weiter. Nach dem Start mit zwei Niederlagen "zu Null" gewannen die Oppitz-Mannen dreimal zu Null, ehe beim SV Illschwang/Schwend wieder zu Null verloren wurde. "Uns fehlt ein Akteur, der zwischendrin mal das Heft in die Hand nimmt, aber wir werden uns auch gegen Schlicht nicht verstecken. Die Offensive des 1. FC Schlicht wird für uns ganz schön happig." Unter dem Strich ist man bei der Kreisligareserve mit der neuen Spielklasse sehr zufrieden, "auch wenn wir ein ganzes Eck weiterfahren müssen. Manchmal so weit, dass wir da zwischen fast eine Rast einlegen sollten", so Oppitz schmunzelnd.

Noch unbesiegt ist die SpVgg Ebermannsdorf, die sich im Vilstalduell mit dem SV Köfering vor einer Herausforderung sieht, denn die Gäste liegen zwar sechs Plätze, aber nur vier Punkte zurück und können an einem guten Tag jeden schlagen. Zwei sehr sattelfeste Abwehrreihen werden den jeweiligen Offensiven das sportliche Leben schwer machen.

Nach der Auftaktklatsche beim Aufstiegskollegen 1. FC Neukirchen kam der TuS Rosenberg II ins Rollen und kletterte auf Platz vier. Zur traditionellen Kirwa erscheint der Kreisligaabsteiger TSG Weiherhammer, und wenn die Hüttenstädter dem Vorletzten den Zahn ziehen sollten, würde die Maß bei der Kirchweih vor der Haustür bestimmt noch besser schmecken. Tabellennachbarn sind die Reserven des SV Hahnbach und der DJK Ammerthal, und während die Gastgeber mit dem fünften Platz nicht unzufrieden sein können, entspricht der sechste Rang der Landesligareserve nicht wirklich den eigenen Erwartungen. Das soll bei den Gästen besser werden, auch wenn man bei der DJK gerade personell nicht aus dem Vollen schöpfen kann.

Freude beim SV Illschwang/Schwend über den ersten Saisonsieg und wenn gegen den punktgleichen Aufsteiger SC Germania Amberg II nachgelegt werden kann, würden die Hausherren Richtung Mittelfeld düsen. Aber genau die gleichen Ambitionen hegen die Jungs vom Langangerweg in Amberg.

Signale für die kommenden Partien verspricht auch die Begegnung SV Kauerhof gegen den FC Rieden: Der Achte erwartet den Zehnten und beiden Vereinen traut man eigentlich schon zu, sich im vorderen Drittel der Tabelle einzunisten. Die Vilstaler haben drei Punkte weniger eingefahren und sind daher nicht in der Favoritenrolle.
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