Ausschuss befürwortet Museumsförderung, die für Volontariatsstelle verwendet wird
Keine Luftnummer fürs Klösterl

König Ruprecht vorm Eingang bekommt Verstärkung - von einer Volontärin, die vor allem das Zehnjährige des Museums betreut. Bild: hs
Erst mal gingen sie in die Luft, bevor am Ende alle einstimmig für die Förderung des Luftmuseums plädierten. Die Einigkeit in der Sache hinderte die Fraktionen von SPD und CSU am Donnerstagnachmittag im Hauptausschuss nicht daran, sich zunächst ein parteipolitisches Gezänk ums Thema zu liefern. Beendet wurde es erst nach einem eindringlichen Appell von Grünen-Stadtrat Helmut Wilhelm. "Mir ist das Luftmuseum sehr wichtig", sagte er an die Kollegen gerichtet, "ich bitte inständig darum, es nicht zur Grundlage eines parteipolitischen Hickhacks zu machen."

Ausgelöst worden war es durch Medienberichte über zwei Ortstermine der Fraktionen im Luftmuseum, bei denen sich SPD und CSU quasi gegenseitig vorgeworfen hatten, Verursacher einer "Hängepartie" zu sein. Und zwar in der Frage, ob die Stadt die Einrichtung einer Volontariatsstelle im Zusammenhang mit dem zehnjährigen Bestehen des Museums 2016 (für Vor- und Nachbereitung) bezuschussen soll.

Der Ferienausschuss hatte sich im August dafür ausgesprochen, das Thema erst nach der Sommerpause und nach weiteren Gesprächen in den Fraktionen zu entscheiden, obwohl das Museum diese Kraft gerne schon ab Oktober einstellen würde. Wer das letztlich so "verursacht" und später welche Aussagen dazu gemacht hatte, war Gegenstand des Parteien-Disputs, der noch in einer Spitze von SPD-Mann Uli Hübner gipfelte (siehe "Angemerkt"). Doch sowohl Wilhelm als auch OB Michael Cerny bremsten die Debatte ein, die schließlich mit einer einstimmigen Empfehlung an den Stadtrat endete: Ja, Amberg will das Luftmuseum mit jeweils 14 400 Euro für 2016 und 2017 unterstützen. Das ist der Betrag der für die Volontariatsstelle benötigt wird, aber nicht als direkte Zahlung für diesen Zweck fließen soll.

Stattdessen sprach der Ausschuss von einer allgemeinen Förderung für das Haus, das auch wegen seiner weltweit einmaligen Konzeption, seiner Außenwirkung und Bedeutung für Amberg zum Geburtstag "belohnt" werden soll. Hintergrund für diese Argumentation: Das Gremium wollte keine Begehrlichkeiten für Personalkostenzuschüsse bei anderen Vereinen wecken. (Angemerkt)
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