Ausstellung mit dem Amberger Kunstpreisträger Julius Jurkiewitsch
"Höllenfeuer" in der Feuerwache

Der Begriff der Natur ist Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit von Julius Jurkiewitsch. In Amberg zeigt er Bilder zum Thema Feuer. Bild: gf
Feuer - dieses Thema hat Julius Jurkiewitsch geradezu elektrisiert. "Es wirft Fragen auf und fördert Ideen", erläutert der Künstler. Nicht nur Flammen, sondern Emotion, Leidenschaft und Glut verbindet er damit. Und so glühen seine Arbeiten auch, die er vorwiegend in Öl oder Acryl auf Leinwand gebracht hat mit Titeln wie "Feuerwald", "Funkenflug" oder "Magma". Im Eingangsbereich der Ausstellung in der Stadtgalerie Alte Feuerwache hängen die vier Bilder aus seiner Bewerbungsmappe zum Sparda-Bank-Kunstpreis mit dem Jahresthema Feuer, den er gewann.

Gekonnte Kontraste

Die Arbeiten bestechen durch gekonnte Kontraste und kräftige Farbgebung. Inspiriert dazu haben ihn die "Höllenszenen" aus Dantes Göttlicher Komödie. Großformate und kleinere Serien ergänzen die spannende Feuer-Schau, die am Donnerstag eröffnet wurde.

In ihren Ausführungen ging Laudatorin Professorin Birgit Eiglsperger vom Institut für Kunsterziehung der Uni Regensburg auf den von ihr sehr geschätzten Künstler. Es sei beeindruckend, was und mit welcher Intensität er Kunst und Studium vereinbare: "Er führt einen tiefgehenden Dialog mit der Natur, suche Ordnung im Chaos." Sie beleuchtete den malerischen Prozess der Transformation und beschrieb die Arbeiten als kraftvoll, tief, konsequent und innovativ: "Er ist ein fundiert denkender Mensch". 1988 in Regensburg geboren, dort Abitur gemacht und seit 2009 studiert Jurkiewitsch an der Universität Regensburg Germanistik und Kunst für das Lehramt an Realschulen. 2011 hat er zusätzlich ein Bachelorstudium für Bildende Kunst und ästhetische Erziehung sowie Germanistik aufgenommen.

Freude über Plattform

Obwohl er mitten im Examen steht, hat er die Ausstellung reich bestückt. Natürlich freue er sich sehr über den mit 3000 Euro dotierten Preis, antwortete der eher zurückhaltende Künstler. Einmal über die Anerkennung seiner Kunst, über den tollen Ausstellungsraum und über die neue Plattform, die sich ihm damit böte. Was er mit dem Geld vorhabe? Die Kosten der Ausstellung, - Leinwand, Transport - begleichen, und mit dem Rest neue Farben kaufen.

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Bis Sonntag, 15. März ist die Ausstellung "Feuer" von Julius Jurkiewitsch in der Stadtgalerie Alte Feuerwache (Zeughausstraße 18) zu sehen. Der Zugang erfolgt über das Stadtmuseum. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 11-16 Uhr, Samstag/ Sonntag 11-17 Uhr.
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