Autorin Heide Fuhljahn stellt im Lesecafé der Stadtbibliothek ihre Lebensgeschichte vor
Es gibt einen Weg aus der Depression

Als Heide Fuhljahn gerade mal neun Jahre alt war, verunglückte ihre Mutter tödlich. In der Folgezeit wuchs sie in einem Kinderheim auf, wo sie immer wieder das Gefühl hatte, von niemandem geliebt zu werden. Der Beginn eines Leidensweges, der mittlerweile fast zu Ende ist. Am Donnerstag, 1. Oktober, kommt die 41-jährige Journalistin und Buchautorin in das Lesecafé der Stadtbibliothek und stellt ihr Buch "Kalt erwischt" vor. Es handelt von ihrem jahrelangen Kampf gegen die Depression.

Als Jugendliche dachte Fuhljahn oft über Suizid nach und darüber, ob sie sich nicht doch ändern könnte, damit sie jemand lieb hat. Mit ihrem Berufsalltag kam die Autorin später nur bedingt zurecht. Sie hielt ihr Leben mit einem Minimal-Programm am Laufen, tat nur noch das Allernötigste. "Die damit einhergehende Verwahrlosung störte mich selbst, doch ich brachte einfach nicht die Kraft auf, es zu ändern", berichtet sie. Als sich dann Fuhljahns Freund nach fünf Jahren Beziehung von ihr trennte, brach sie vollends zusammen und begab sich erstmals in stationäre Behandlung. "Dass ich heute nicht mehr depressiv bin, verdanke ich meinen Freunden, meinen Therapeuten, den Medikamenten und dem Sport", sagt sie. Die Buchautorin möchte mit ihrem Buch zeigen, welche Strategien zur Selbsthilfe wichtig sind und beantwortet Fragen zu den richtigen Medikamenten. Zudem beschreibt sie, wie eine Psychotherapie verläuft. Die Autorenlesung beginnt um 19.30 Uhr, Veranstalter ist das Sozialpsychiatrische Zentrum, das von der AOK, der Volkshochschule Amberg-Sulzbach, dem Evangelischen Bildungswerk und der Katholischen Erwachsenenbildung unterstützt wird. Karten gibt es für fünf Euro bei der Stadtbibliothek oder telefonisch im Vorverkauf unter 09621/37 24 25.
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