Azubis inzwischen Mangelware

Im Raum Amberg sind noch etliche Ausbildungsstellen unbesetzt. Gesucht sind vor allem junge Leute, die Maler, Zimmerer, Maurer, Elektriker, Mechatroniker, Heizungsbauer oder Spengler werden wollen.

Anders als in früheren Jahren sei der Lehrstellenmarkt auch noch um diese Zeit aufnahmefähig. Darauf wies die Agentur für Arbeit hin, als sie am Dienstag ihre Zahlen für den August vorlegte. Demnach stieg die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat im Bezirk Amberg geringfügig an, laut Agentur vor allem wegen der Ferien- und Urlaubszeit.

Ohne Job waren Mitte August rund 2060 Männer und Frauen, 2,3 Prozent mehr als im Juli. Im Vergleich zum August 2014 sind es jedoch 8,9 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote erreichte nach 3,6 Prozent im Juli 3,7 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 4,0 gewesen. "Grundsätzlich besteht in allen wichtigen Wirtschaftszweigen weiterhin eine gute Auftragslage. Allerdings werfen jüngste Insolvenzmeldungen auch Schatten", sagte der Leiter der Agentur für Arbeit in Amberg, Franz Elsner. Dass mehr Jugendliche keine Arbeit haben, sei vorwiegend auf den Abschluss der Berufsausbildungen im Juli zurückzuführen. "Hier zeigt die Entwicklung, dass die Jugendarbeitslosigkeit im Herbst wieder deutlich sinken wird", beruhigte Elsner.

In nahezu allen gewerblichen Berufen seien weiterhin Fachkräfte gesucht. Eine große Nachfrage herrsche in den Bereichen Metall und Elektro sowie im Bau- und Baunebengewerbe, informierte Agentur-Chef Elsner.

Ähnlich gefragt seien Arzt- und Zahnarzthelferinnen sowie Pflegekräfte. Und in der Hotel- und Gaststättenbranche gebe es ebenfalls unbesetzte Stellen

"Im Handel und bei den Büroberufen sind dagegen mit Ausnahme gelegentlicher Mini-Jobs so gut wie keine signifikanten Arbeitsmarktbewegungen wahrnehmbar", fügte Franz Elsner hinzu.
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