Badegast und Schwimmmeister retten ihm das Leben
Schock im Kufü: Bub (4) fast gestorben

Nichtschwimmer müssen in einem Bad Schwimmflügel tragen. (Symbolbild: dpa)

Es herrschte der Trubel, der an Feiertagen im Kurfürstenbad üblich ist: Hunderte Badegäste genossen am Freitag ihre Freizeit und dachten an nichts Schlimmes, als plötzlich Hektik ausbrach. Ein Bub trieb im Erlebnisbecken bei der Brücke und bewegte sich nicht.

Wie lange der Junge dort schon trieb, wusste keiner. Auch nicht, was passiert war. Der Vater eines anderen Kindes handelte geistesgegenwärtig, sprang ins Wasser und barg den regungslosen Körper. "Er hatte keine Atmung und keine Vitalfunktionen", sagte Stadtwerke-Sprecherin Karoline Gajeck-Scheuck über den Vierjährigen, der am Leben ist.

Ohne Aufsicht

Christian Dühring, der diensthabende Bademeister, reanimierte das Kind und war nach mehreren Versuchen erfolgreich. Wie am Sonntag zu erfahren war, gelangte der Bub relativ schnell zu Bewusstsein und war bis zum Eintreffen des Krankenwagens stabil. Gajeck-Scheuck teilte auf Nachfrage zudem mit, dass der Vierjährige, offenbar ein Nichtschwimmer, ohne Aufsicht und Hilfen unterwegs war. Als der Vorfall per Mikrofon bekanntgegeben war, habe es 15 Minuten gedauert, bis sich die Großmutter zu erkennen gegeben habe.

Schwimmflügel ausleihen

Gajeck-Scheuck appellierte darum an Eltern, Freunde und Verwandte, die mit Nichtschwimmern in ein Bad gehen, ihnen Schwimmflügel zu verpassen. Diese gibt es im Kufü kostenlos zum Ausleihen: "Das ist das Mindeste, was ein Kind haben muss." Natürlich gebe es auch Mädchen und Buben, die sich dagegen sträubten, aber: "Gehen Sie in solchen Fällen zu den Schwimmmeistern. Die überzeugen die Kinder dann schon."
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