Bahnhofsvorplatz: Auf 35-Jährigen eingestochen
"Der hat g'scheit geblutet"

Der Platz vor dem Bahnhof war am Mittwochabend abgesperrt. Die Polizei sicherte Spuren nach einer blutigen Auseinandersetzung. Bild: Steinbacher
(upl/uax) Nach dem Gerangel lag der Mann blutend auf dem Bahnhofsvorplatz: Ein 35-Jähriger erlitt am Mittwochabend gegen 18 Uhr bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Männern am Kaiser-Ludwig-Ring erhebliche Schnitt- und Stichverletzungen. Wer dem Opfer die Verletzungen zugefügt hat, das versucht die Polizei zu klären. Sie hielt sich aus ermittlungstaktischen Gründen mit näheren Informationen zurück.

Nur so viel teilte Albert Brück, der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, auf Nachfrage mit: Lebensgefahr besteht nicht. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft seien gerade dabei, den genauen Tathergang zu rekonstruieren. Über das Motiv lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor. Unklar sei auch, ob die Wunden von einem Messer, einer zerbrochenen Glasflasche oder einem ähnlichen Gegenstand stammen. Die Polizei spricht von mehreren Beteiligten. Im Bahnhofsumfeld ist von vier Männern die Rede, die auf zwei andere losgegangen seien. Die beiden seien zunächst friedlich in einer Gaststätte gesessen, bis einer aus der Vierer-Gruppe in das Lokal gestürmt sei und ihn harsch aufgefordert habe, mit nach draußen zu kommen. Dort habe einer der Angreifer plötzlich ein Messer gezückt und mindestens sieben Mal zugestochen. Der 35-Jährige sei am Hals und im Bereich der Brust verletzt gewesen. "Der hat g'scheit geblutet", sagte eine Frau, die das Opfer auf dem Bahnhofsvorplatz liegen sah.

Im Zuge der Ermittlungen hat die Polizei gegen 18.45 Uhr in einem Lokal am Rande der Altstadt zwei 17-Jährige festgenommen. Ob es sich bei den Jugendlichen um die Täter handelte, wollte der Polizeis-Sprecher nicht bestätigten. "Es kommt ein versuchtes Tötungsdelikt oder eine Körperverletzung in Frage", erklärte Brück. Die Ermittler bitten Zeugen, sich unter der Telefonnummer 0 96 21/89 00 zu melden.
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