Baugeld bestens angelegt

Festakt an der Schönwerth-Realschule: Nachdem der Lehrerchor gesungen hatte, sprach Religionslehrer Christian Schön über die Bedeutung der Zahl 40 in der Bibel. Bild: Steinbacher

Die Wachstumskurve, die die Schönwerth-Realschule vorweisen kann, hätten Finanzmanager gerne. Nicht nur deshalb war bei der Feier zum 40-jährigen Bestehen viel von gut angelegtem Geld die Rede.

1000 Prozent in 40 Jahren -Börsenexperten würden einen solchen Wert Outperformer nennen. Die Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule ist ein solcher Senkrechtstarter unter den Schulen. Die an der Fuggerstraße angesiedelte Bildungseinrichtung verzehnfachte ihre Schülerzahlen seit ihrer Gründung 1975. "Die Schule war und ist zu klein", fasste Direktor Matthias Schall die Entwicklung beim Festakt zusammen.

Verschiebe-Bahnhof

Besserung verspricht er sich im nächsten Jahr, wenn die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind. "Dann werden erstmals in der 40-jährigen Geschichte alle Schüler an einem Standort untergebracht sein." Denn schon kurz nach der Gründung hätten Klassen aus Platzmangel ausgelagert werden müssen. Ein Zustand, der bis heute anhält. Und so zogen sich die langen Wege, die zwischen den Unterrichtsstunden zurückgelegt werden müssen, wie ein roter Faden durch die Redebeiträge.

Auch durch das Grußwort von Oberbürgermeister Michael Cerny. "Wir tun alles dafür, dass die Sanierung pünktlich abgeschlossen werden kann", versprach er vor den rund 200 Gästen, die sich am Freitag in der Turnhalle eingefunden hatten. "Und danach packen wir den Neubau der Turnhalle an. Das haben wir auch schon im Blick." Einen Seitenhieb konnte sich der Oberbürgermeister dabei nicht auf die Bestrebungen verkneifen, in Hirschau eine neue Realschule zu bauen. Die Schönwerth-Schule sei nach der Sanierung für den demografischen Wandel gerüstet. "Hier sind dann viele Millionen Euro verbaut worden", sagte er. "Ich kann nicht verstehen, warum noch einmal viele Millionen verbaut werden sollen, um die Schüler an anderer Stelle zu unterrichten."

In den höchsten Tönen lobte Leitende Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger die Schönwerth-Schule. Sie habe sich durch zahlreiche Initiativen, Kooperationen und die Einführung von Neigungsklassen ein "einmaliges, unverwechselbares Profil" erarbeitet. Besonders hob sie hervor, dass offenbar nicht nur Noten zählen. "Diese Schule bietet nicht nur einen Lern-, sondern einen Lebensraum. Sie hält Freiräume für individuelle Interessen bereit." Großes Plus der Realschule sei die Kombination von Theorie und Praxis. Dies honoriere auch die regionale Wirtschaft. Die einseitige Fokussierung auf akademische Bildung bezeichnete Kinzinger als Fehlentwicklung.

Gedränge in den Gängen

Die Big-Band unter der Leitung von Anton Lottner sowie der Lehrerchor gestalteten den Festakt mit. Im Anschluss herrschte Gedränge auf den Gängen des Gebäudekomplexes. Zum Schulfest strömten Eltern und Geschwister der Schüler auf das Gelände. Den ganzen Nachmittag über gab es Vorführungen in der Turnhalle und den Klassenzimmern.
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