Bauprojekt auf der Martinshöhe: Alternativen prüfen
Areal tieferlegen

Ortstermin im Baugebiet: Auf der Martinshöhe trafen sich am Mittwochnachmittag die Mitglieder des Bauausschusses. Dort will ein Investor ein fast 23 Meter langes Reihenhaus errichten. Baureferent Markus Kühne (Mitte) präsentierte dabei die Vorschläge der Verwaltung. Mit dabei: Oberbürgermeister Michael Cerny (links) und Stadtrat Helmut Weigl. Bild: Hartl
Die Pfarrei St. Georg muss weiter warten: Der Bauausschuss wollte sich am Mittwochnachmittag nicht festlegen, wie es mit dem kircheneigenen Baugrundstück im Wohngebiet Martinshöhe weitergeht. Das Baureferat soll erst noch detailliertere Alternativpläne für eine Bebauung erarbeiten.

"Ein Fremdkörper"

Wie berichtet, will die Pfarrei das etwa 1500 Quadratmeter große Areal direkt neben dem Kindergarten St. Sebastian verkaufen. Ein Bauträger hat bereits Interesse angemeldet. Das beabsichtigte Bauvorhaben stößt allerdings bei den Nachbarn - durchwegs Bewohner von Einfamilienhäusern - auf Ablehnung. Denn bislang ist geplant, ein zweigeschossiges Reihenhaus mit einer Länge von fast 23 Metern zu errichten. Von einem "Fremdkörper mitten im Wohngebiet" war beim Ortstermin des Ausschusses die Rede, von einem "hallenartigen Bau", der nicht in die Umgebung passe. Etliche Anwohner waren zu dem Treffen direkt vor dem Baugrundstück gekommen. Baureferent Markus Kühne berichtete, dass die Verwaltung den Anliegen der Nachbarn bereits Rechnung getragen habe, indem sie nunmehr zwei statt, wie ursprünglich vorgesehen, drei Geschosse vorschlägt. Das Reihenhaus wäre demnach an der Vorderseite des Pultdaches nur noch 9,50 Meter hoch. Die benachbarten Häuser erreichen fast die gleiche Höhe.

Nachdem aber einige Stadträte die Bedenken der Anwohner teilen, soll sich das Baureferat vor allem mit der Frage befassen, ob die Bodenplatte nicht einfach tiefergelegt werden könnte. "Wir werden prüfen, ob sich das technisch machen lässt", versprach Kühne. Erst wenn auch diese und einige andere Alternativen auf dem Tisch liegen, will sich der Bauausschuss erneut mit einer Änderung des Bebauungsplanes befassen.
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