Bayernliga Nord: FC Amberg beim abstiegsgefährdeten FSV Erlangen-Bruck gefordert
Vollgas in Franken

Die Zahlen und Fakten sprechen eine deutliche Sprache: In den letzten sieben Spielen vor der Winterpause hat Fußball-Bayernligist FC Amberg sechsmal gewonnen und einmal Unentschieden gespielt. Der FSV Erlangen-Bruck, der am Sonntag, 8. März, um 15 Uhr Gastgeber für die Elf von Trainer Timo Rost ist (Hinspiel: 3:0), kam im gleichen Zeitraum lediglich auf einen Sieg und eine Punkteteilung.

"Jeder erwartet von uns seinen Sieg. Genau darin liegt aber die Gefahr. Wir müssen gegen Erlangen alles reinhauen", gibt der Amberger Coach seinen Akteuren vor dem alles andere als leichten Match mit auf dem Weg. Vor knapp dreieinhalb Monaten standen die Amberger zum letzten Mal bei einem regulären Punktspiel, beim 3:0 zu Hause gegen den VfL Frohnlach, auf dem Platz. Dazwischen liegen eine lange Pause und eine intensive Vorbereitung, die mit dem einwöchigen Trainingslager in der Türkei garniert waren.

Zuletzt ließen die Amberger mit einem 2:0 und einem 6:0 gegen die Regionalligisten SpVgg Greuther Fürth und 1. FC Schweinfurt aufhorchen. "Alles Makulatur", sagt Rost, der mit seiner Mannschaft gut vorbereitet ins Spiel beim abstiegsgefährdeten FSV Erlangen-Bruck (Rang 15) geht. "Jetzt zählt es. Und wir freuen uns drauf, dass die Saison weitergeht. Die Mannschaft brennt darauf, endlich wieder um Punkte zu kämpfen", so der Amberger Coach. Stichwort "kämpfen": Darauf hat Rost sein Team vorbereitet. Denn zum einen treffe man mit dem FSV auf einen kampfstarken Gegner. Und zum anderen seien angesichts der sicherlich nicht übermäßig tollen Platzverhältnisse spielerische Mittel alleine nicht ausreichend, um etwas Zählbares mit nach Amberg zu nehmen. "Wir sind auf alles eingestellt und werden Vollgas geben", verspricht der FCA-Coach daher.

Muss seine Elf auch, denn Erlangen-Bruck steht mehr oder minder mit dem Rücken zur Wand. Nur mit einem Sieg oder einer Punkteteilung könnte man im FSV-Lager zufrieden sein. Das weiß auch der Brucker Trainer Normann Wagner, der bis auf Jonas Geinzer, der sich Ende August 2014 das Kreuzband gerissen hatte, alle Mann aufbieten kann: "Der FCA hat einen bärenstarken Kader und ist gleich ein harter Brocken. Daher haben wir nichts zu verlieren und können eigentlich nur gewinnen." Genau dagegen wehrt sich sein Amberger Kollege: "Es ist ein Charaktertest für uns. Klar, wir wollen gewinnen. Aber das wird bei weitem kein Spaziergang", so Rost dazu. Zumal Erlangen-Bruck in der Winterpause personell nochmals nachgelegt hatte. Mit Leondrit Maraj (Dergahspor Nürnberg), David Wägner (SV Langensendelbach), Luiz-Paul Adam (CD Vicar/Spanien), Juan Igancio Dominguez (La Salle FC/Venezuela) und Mehmet Ok (ASV Forth) kamen fünf neue Spieler. Hingegen verließen Stephen Cleary (Victoria Erlangen), Felix Mellinghoff (DJK Ammerthal) und Marius Mauder (ASV Veitsbronn) drei den Verein, der damit an Qualität zugelegt hat.

In den Ergebnissen der absolvierten fünf Testspiele spiegelte sich das jedoch noch nicht wider. Nur gegen den Süd-Bayernligisten VfB Eichstätt gab es ein 1:1, ansonsten setzte es zum Teil deutliche Niederlagen. "Davon dürfen und werden wir uns aber nicht blenden lassen", sagt FCA-Trainer Rost, der sich angesichts der bevorstehenden schweren Aufgaben gegen Forchheim, Ammerthal und Weiden einen Start nach Maß wünscht. Da passt es, dass alle 20 Mann fit sind.
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