Bayernliga Nord: FC Amberg will in Haibach noch besser spielen als gegen Ansbach
Überzahl in Ballnähe

Nach dem 7:0-Erfolg gegen Ansbach am vergangenen Wochenende muss der FC Amberg zum Abschluss der Hinrunde einmal wieder nach Unterfranken. Gegner in einem - zumindest mit Blick auf die Tabelle - Duell auf Augenhöhe ist am Samstag, 18. Oktober, um 16 Uhr der SV Alemannia Haibach.

Der 16. der Vorsaison sicherte sich erst in der Relegation (gegen den FSV Stadeln und Viktoria Kahl) den Bayernliga-Verbleib. In dieser Spielzeit läuft es deutlich besser: Nach 16 Spielen steht die Alemannia mit 25 Punkten (und damit nur zwei weniger als der Tabellensechste FC Amberg) auf Platz 8 und ging erst drei Mal als Verlierer vom Platz. Besonders stark waren die Leistungen der Unterfranken dabei im aus Haibacher Sicht "goldenem September" mit vier Siegen aus vier Spielen (gegen den Jahn Regensburg II, Memmelsdorf, Eltersdorf und Neudrossenfeld) - ein perfekter Monat für das Team von Trainer Klaus Hildenbeutel (45).

Dafür läuft es im Oktober noch nicht wirklich rund: Einem 1:1 in Ansbach folgte eine 0:5-Klatsche in Aschaffenburg. Und dennoch: 13 Punkte aus den letzten sechs Spielen - eine Bilanz, die sich sehen lassen kann für ein Team, das sich in der vergangenen Spielzeit gerade noch so retten konnte.

Jetzt kommt aber der FC Amberg mit einer richtig breiten Brust. Beim 7:0-Sieg gegen Ansbach am vergangenen Spieltag setzte dieElf von timo Rost die geforderte konsequente Spielweise um und holte so den höchsten Amberger Sieg der vergangenen zwei Jahre der Bayernliga. Ein Sieg, der vor allem durch "Leidenschaft, Spielfreude und Einsatz" zustande kam, lobte Trainer Timo Rost sein Team, das "nahezu alles richtig gemacht" habe. Ausruhen dürfe man sich aber nicht auf diesem Spiel: "Als Trainer hast du nach einem 7:0 wenig Argumente für Kritik, aber es gibt immer etwas zu verbessern, offensiv wie defensiv." Zum Beispiel ballorientiertes Verschieben sowie das Kreieren von Überzahl in Ballnähe.

Besonderen Wert wird man aber auf die Defensivarbeit gelegt haben, denn bei der Partie in Haibach geht es auch gegen den Toptorjäger der Bayernliga: Christian Johannes Breunig. Der 23-Jährige traf in 16 Spielen bereits 12 Mal. Einen Sonderbewacher will Rost für ihn aber nicht abstellen, Breunig soll im Kollektiv ausgeschaltet werden: "Alle elf auf dem Platz dürfen dem keine Luft zum Atmen geben." Klappt das, wäre ein großer Schritt in Richtung Auswärtssieg getan. Den fordert Rost auch, dafür müsse man aber "die Leidenschaft mitnehmen und zeigen, dass das 7:0 keine Eintagsfliege" gewesen sei. Mit einem Sieg (dann hätte man 30 Punkte) würde man zum Ende der Hinrunde im Soll liegen, was das Saisonziel von 60 Punkten betrifft.

Eine Hinrunde, die Höhen und Tiefen hatte, wie Rost zugibt: "Wir haben spielerisch zu viele Schwankungen gehabt und sicher den ein oder anderen Punkt zu wenig geholt. Aber: gewinnen wir jetzt, ist alles im grünen Bereich." Bei diesem Versuch fehlen werden allerdings Alexander Jobst (OP nach Nasenbeinbruch), Marco Seifert (Bänderdehnung im Knöchel) und Frank Lincke (berufliche Fortbildung).

FC Amberg: Götz (1), Sommerer (25), Ceesay (15), Gorgiev (5), Konjevic (4), Karzmarczyk (18), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).
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