Bayernweit einmaliger Weg

Die Hocker, die sie selbst herstellten, durften die Jugendlichen mit nach Hause nehmen. Bild: hfz

Sie sind die B10k. Die Ansprüche an die 16 Jugendlichen sind hoch, das Programm für sie ist straff. Bisher haben die Schüler sechs einwöchige Praktika absolviert.

Öfter mal was Neues: Seit September 2014 gibt es an der Mittelschule Ammersricht die B10k. Für die "Berufsorientierungsklasse in kooperativer Form" können sich Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und ohne qualifizierenden Mittelschulabschluss anmelden. Ein in dieser Form bayernweit einmaliger, direkter Weg zum Quali und in eine passende Berufsausbildung. Kooperationspartner ist die Staatliche Berufsschule Sulzbach-Rosenberg. Die sozialpädagogische Betreuung gewährleistet das Berufliche Fortbildungszentrum der Bayerischen Wirtschaft (bfz) in Weiden.

Zusage für Lehrstelle

16 junge Leute besuchen derzeit die B10k. Sie wählten meist unterschiedliche Branchen. Bei einigen hatte sich schon nach dem zweiten oder dritten Praktikum ein Berufswunsch gefestigt, also gingen sie weiter in denselben Betrieb. Sozialpädagogin Yvonne Geldner-Lauth unterstützt bei der Praktikumssuche, besucht die Jugendlichen in der Firma und nimmt Kontakt zu potenziellen Ausbildungsbetrieben auf.

"Vor allem eigene Stärken zu erkennen und einzusetzen, ist für einige Schüler eine neue Erfahrung", heißt es in einer Pressemitteilung zu dem Projekt. Einige Jungen und Mädchen haben bereits eine Lehrstelle angeboten bekommen und beginnen heuer im September eine Ausbildung in ihrem Wunschberuf.

Zwischen den Praktika stehen unter anderem Mathematik, Deutsch und Geschichte/Sozialkunde/Erdkunde auf dem Stundenplan. Dann wird die Schule zum Alltag, denn im Sommer 2015 folgt die Prüfung zum Qualifizierten Mittelschulabschluss.

Von Lehrerseite gibt es Lob: Bisher seien die Jugendlichen sehr motiviert bei der Sache, sagt Klassleiters Lothar Tripke. Die meisten hätten gute Chancen, das angestrebte Ziel zu erreichen, hebt er hervor..

Hocker gebastelt

Erfahrungen mit der Berufsschule hat die B10k auch schon gesammelt. Dort lernte sie die Fachbereiche Elektro und Kfz kennen. Der dritte Besuch in Sulzbach-Rosenberg konzentrierte sich auf den Bereich Holz. Jeder Schüler stellte selbstständig, jedoch unter den Augen von Albert Epp und Stefan Hüttner, einen kleinen Hocker her - und durfte ihn anschließend mit nach Hause nehmen.
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