Bei der Caritas roch es neulich nach Orient.
Iraner starten ins Jahr 1394

In den Räumen der Caritas feierten etwa 50 Iraner, Afghanen und Kurden ihr Neujahrsfest. Dabei wird traditionell der Frühling begrüßt. Bild: hfz
Düfte und asiastische Köstlichkeiten gehören bei einer Nowruz-Feier einfach mit dazu. Bei dem iranischen Neujahrsfest wird traditionell das Frühjahr begrüßt.

Iraner, Afghanen, Kurden und Deutsche begingen gemeinsam das älteste und wichtigste Fest des persischen Sprachraums. Laut Anne Kuchler, die bei der Caritas für die Flüchtlingsarbeit zuständig ist, wird Nowruz von mehr als 300 Millionen Menschen auf der Balkanhalbinsel, in der Schwarzmeer-Region, im Kaukasus, in Zentralasien sowie im Nahen Osten begangen: "Dieses Fest wird auch unter den iranisch-stämmigen Juden in Israel gefeiert."

Vorislamische Zeit

Die Zeremonie habe eine Tradition, deren Wurzeln auf die vorislamische Zeit zurückzuführen und nicht einer einzelnen Religionsgruppe vorbehalten sind. Nowruz scheint laut Kuchler ursprünglich eher aus der Hirten- oder bäuerlichen Kultur, die den Übergang vom Winter zum Sommer verehrt hatten und als Erntefest begangen, entstanden zu sein. Die Begehung dieses Festes lasse sich bis zu den Vorfahren der heutigen iranischen Völker zurückverfolgen, dessen Wurzeln mindestens in die Zeit der Achämeniden (550 bis 300 vor Christus) zurückreichen.

Als Feiertag anerkannt

Mit der Nowruz-Feier beginnt das neue Kalenderjahr im Iran. Das gegenwärtige Jahr des iranischen Kalenders ist 1394. Traditionsgemäß werden Spezialitäten aus Pflanzen und Nahrungsmitteln für das Fest zubereitet, die mit dem Buchstaben S in Persisch beginnen. Sie stehen laut Kuchler als Symbole für Erneuerung, Schöpfung und Gesundheit. Seit dem 10. Mai 2010 ist Nowruz auf Beschluss der 64. Generalversammlung der Vereinigten Nationen als internationaler Nowroz-Tag anerkannt.
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