Bei Mitaufsteiger Viktoria Aschaffenburg gelingt ein gerechtes 1:1 - Führung reicht nur zwei ...
FC Amberg bleibt in der Regionalliga ungeschlagen

Das vierte Spiel, das zweite Unentschieden, noch keine Niederlage und Platz drei: Der FC Amberg sorgt in der Regionalliga weiter für Furore. Ganz anders der FC Bayern München II, von vielen als Favorit gehandelt. Zwar erlebte die Liga mit knapp 12 000 Zuschauern im Münchner Derby den ersten Rekord, doch das Ergebnis erfreut die Bayern-Reserve nicht unbedingt.

Nur 0:0 lautete das Ergebnis im Münchner Duell, zwei Tore mehr fielen in Aschaffenburg. Es war wieder einmal ein ganz besonderes Spiel, das sich die Viktoria und der FC Amberg am Samstag beim 1:1 vor 1087 Zuschauern geliefert haben.

Die Amberger um Trainer Timo Rost standen im Stadion am Schönbusch kurz vor dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison, doch die Führung von Michael Plänitz (81.) glich Alban Lekaj nur 120 Sekunden später zum untern Strich leistungsgerechten 1:1 (0:0) aus. Die Serie des FCA, der damit vor dem Heimspiel am Freitag, um 18.30 Uhr gegen den FC Ingolstadt II auf dem dritten Tabellenplatz rangiert, haben also weiter Bestand: Im 27. Spiel in Folge ohne Niederlage.

"Wir können mit dem Punkt sehr gut leben, selbst wenn mehr drin gewesen wäre. Die Jungs haben die taktischen Vorgaben hervorragend umgesetzt", sagte nach dem Schlusspfiff Sportlicher Leiter Bernd Scheibel. Aschaffenburgs Coach Slobodan Komljenovic vertraute exakt der gleichen Elf, die vor einer Woche gegen Augsburg II einen Punkt geholt hatte. Sein Amberger Kollege Rost hatte Neuzugang Junior Torunarigha entgegen anders lautender Ankündigung nicht mit nach Unterfranken genommen, er befindet sich im Aufbautraining. Der FC-Trainer veränderte seine Startelf gegenüber dem 4:2 gegen Nürnberg lediglich auf einer Position - für Michael Dietl begann dieses Mal Christian Knorr.

Die Amberger, die sich mit Aschaffenburg vom Anpfiff weg vor einer stimmgewaltigen Kulisse ein interessantes und offenes Match lieferten, setzten schon nach zwei Minuten die erste Duftmarke. Doch Tobias Wiesners Schuss aus 16 Metern war sichere Beute des SVA-Keepers Stefan Steigerwald. Die Hausherren hingegen tauchten erstmals nach sechs Minuten vor dem Gehäuse von Matthias Götz auf, der aber ebenso wenig wie sein Gegenüber bei Kevin Wittkes Versuch aus der zweiten Reihe keine Probleme hatte. Ansonsten versuchten die Amberger früh, den Spielaufbau der Gastgeber zu stören und hatten in den ersten 15 Minuten durchaus ein optisches Übergewicht.

Nachdem Daniele Toch für die Platzherren seinen Schuss nur knapp am linken Pfosten vorbei setzte (11.), musste sich Steigerwald auf der Gegenseite bei Wiesners abgefälschten Hammer schon gewaltig strecken, um den Rückstand für den SVA zu verhindern (16.). Es entwickelte in der Folgezeit eine Partie zweier Gegner auf Augenhöhe, wobei Aschaffenburg gegen Ende des ersten Durchgangs leichte Vorteile hatte. So scheiterte Toch am glänzend aufgelegten Amberger Torhüter Götz (40.). Bei Wiedmanns Fernschuss aus 20 Metern war erneut Steigerwald (48.) auf dem Posten. Wiederum versteckte sich anschließend keines der beiden Teams, sie spielten munter nach vorne. Wobei Sebastian Hauck für die Gelb-Schwarzen die Führung auf dem Fuß hatte, doch er setzte seinen Schuss nur ein wenig zu hoch an (57.).

Amberg hatte wie schon im ersten Durchgang die besseren Möglichkeiten, nutzte sie gegen die Viktoria, die hinten zwar sicher stand, aber im Mittelfeld oftmals die Bälle verlor, nur nicht.

Ein Umstand, der die Gäste von Minute zu Minute mutiger werden ließ. Sie drückten, ihre Chance witternd, aufs erste Tor. Und hätten fast den Gegentreffer kassiert, als der eingewechselte Salvatore Bari nach einer Flanke von Daniel Cheron nur knapp am FCA-Gehäuse vorbeiköpfte (77.).

Besser machte es da schon der Amberger Kapitän: Michael Plänitz traf in der Endphase nach einer Hereingabe von rechts für seine Farben (81.). Die Freude währte aber nicht lange: Denn Alban Lekaj war per direkt verwandeltem Freistoß aus 16 Metern ins linke obere Eck mit dem Ausgleich zur Stelle (83.) - Götz hatte keine Chance. "Dem war ein umstrittenes Foul vorausgegangen", so dazu der Sportliche Leiter des FCA.

Nochmals der Weckruf für den SV Viktoria, der nun alles nach vorne warf. Die Rost-Akteure hielten dagegen, es wurde um jeden Zentimeter Boden gekämpft. Aber es blieb beim durchaus gerechten Unentschieden. "Hier werden noch viele andere Mannschaften Federn lassen", war sich Scheibel sicher.
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