Beim A.K.T-Kunstverein hochemotionale Malerei - Vernissage am Mittwoch um 19 Uhr
Künstler aus dem Fernen Osten

Das Daegu Art Square Studio stellt zurzeit in verschiedenen Städten der Bundesrepublik aus. Auf Einladung des A.K.T.-Kunstvereins kommt die Künstlervereinigung aus Südkorea auch nach Amberg. Am Mittwoch, 2. September um 19 Uhr wird die Ausstellung mit einer Vernissage im Kunstkombinat, Neustift 47, eröffnet, bei der die Mitglieder des Zusammenschlusses aus der fernöstlichen Metropole persönlich anwesend sein werden.

Der Programm-Manager des Studios, An Eunji, interessiert sich vor allem für Menschen und dabei besonders für das Gesicht, das, wörtlich aus der metaphernreichen koreanischen Sprache übersetzt, ein "Behältnis für die Seele" beschreibt. An Eunji unternimmt den Versuch die eigentlich nicht fassbaren Seelenzustände mit Wasserfarben auf Papier zu bannen.

Eine imaginäre Welt

Lee Hyeji aus Ulsan beschreibt in seinen Werken eine imaginäre Welt, die auf Geschichten basiert - seinen eigenen und solchen, die um ihn herum passieren. Er freut sich besonders, im Land der Gebrüder Grimm ausstellen zu dürfen.

Gemälde und Installationen sind das Metier von Park Junesick. Kunst bedeutet für ihn die Möglichkeit, eigene Emotionen zu verarbeiten, wie etwa die Aufregung, in die ihn seine Deutschlandreise versetzte.

Jung Sohyun studiert an der Akademie der Bildenden Künste in Daegu und sagt über seine Intentionen: "Ich möchte in meinen Bildern über meine Wünsche sprechen. Es geht mir um den Versuch, Wünsche zu erfüllen, nicht um seine Vollendung. Es kommt vor, dass Menschen jemanden unabsichtlich verletzen und ihrerseits ebenso verletzt werden."

"Je nachdem, mit welchen Gefühlen man etwas betrachtet, sehen die Dinge anders aus", erklärt Suk Younah, der an der Kye-Myung-Universität in Daegu und an der Repin-Akademie in Petersburg studiert hat. Das moderne Leben gleiche einem Aquarium, und die Kunst ist für ihn ein Ausweg aus der Gefangenschaft im immer Gleichen.

Ganz Alltägliches

Der Letzte im Bunde ist Lee Jeongmee. Er hält in seinen Arbeiten ganz Alltägliches fest. Einfache visuelle Vorkommnisse in der Natur faszinieren ihn besonders und er lässt sich von spontanen Eingebungen leiten, um Verborgenes aufzudecken und sichtbar zu machen.

Die Statements der Künstler lassen schon erkennen, was die Besucher der Ausstellung erwartet, nämlich hochemotionale Malerei, die direkt im seelischen Empfinden ihrer Schöpfer gründet.
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