Beispiele aus der Praxis für Brüssel

Europa-Abgeordneter Ismail Ertug (SPD), selbst Vater zweier Töchter, stimmte den geäußerten Bedenken in vielen Dingen zu. Natürlich sah er in der Dokumentationspflicht auch viele Vorteile für den Verbraucher. Doch er versprach, die Beispiele aus der Praxis bei Gelegenheit in Brüssel vorzubringen. "Wichtig ist, dass die Vorschriften zum Teil berechtigt sind, es aber Idealisten gibt, die auf Qualität achten", sagte Brigitte Netta, die das Gespräch in ihrer Funktion als Leiterin der Siekids-Kindertagesstätte initiiert hatte. Ertug empfahl, bei jeglichen Kritikpunkten an EU-Richtlinien immer "rechtzeitig" Bescheid zu geben, unter Umständen auch die Dachverbände zu informieren. "Manchmal schießt man in dem Glauben, etwas Gutes machen zu wollen, über das Ziel hinaus", betonte der Europaabgeordnete und räumte ein: "Im Endeffekt ist es häufig so, dass die Beamten, die die Gesetze schreiben, keine Ahnung von der Materie haben." (roa)
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