Benefizkonzert des Nordbayerischen Musikbunds
Bunter Haufen hebt furios ab

Eine Werbung für die Blasmusik war das Benefizkonzert, das das NBMB-Bezirksjugendorchester im Stadttheater gab. Unter Leitung des stellvertretenden Bezirksdirigenten Stefan Neger boten die 72 Jungmusiker aus 24 Kapellen der Oberpfalz eine großartige Leistung.
72 junge Musiker aus 24 Oberpfälzer Kapellen ließen das Benefizkonzert des Nordbayerischen Musikbunds für die rund 350 Besucher zu einem musikalischen Ereignis der Extraklasse werden. Emotionaler Höhepunkt war die Verabschiedung von Dirigent Stefan Neger.

(u) Seit 28 Jahren veranstaltet der Bezirksverband des Nordbayerischen Musikbunds (NBMB) für Jungmusiker aus allen Ecken der Oberpfalz eine Bläserwoche. Abgeschlossen und gekrönt wird diese Jahr für Jahr mit einem Benefizkonzert, das im Stadttheater über die Bühne ging. Die Interpreten hatten sich ab Ostermontag fünf Tage lang unter der organisatorischen Leitung von Cornelia Sperlich (Cham) und der musikalischen Regie des stellvertretenden Bezirksdirigenten Stefan Neger (Ursensollen) in der Stützelvilla in Windischeschenbach auf den Konzertabend vorbereitet.

1987 ins Leben gerufen

NBMB-Kreisvorsitzender Werner Stein (Hirschau) hob hervor, dass es Kulturreferent Wolfgang Dersch und Norbert Füger, dem Vorsitzenden der Amberger Knappschaftskapelle, zu verdanken sei, dass das Konzert im Stadttheater über die Bühne gehen konnte. Die lokalpolitische Prominenz hatte sich komplett entschuldigt. Umso lieber begrüßte Stein den NBMB-Ehrenpräsidenten Dr. Adolf Eichenseer, der das Ensemble 1987 ins Leben gerufen hatte. Welchen Schwung das Orchester aus dem fünftägigen Zusammensein mitgebracht hatte, zeigte sich gleich beim Eröffnungsstück, der Marschpolka "Jubiläumsklänge" von Peter Schad. Den gelungenen Auftakt kommentierten die Moderatoren Anna Birnthaler (Laaber) und Maximilian Stein (Hirschau) humorvoll: "Man nehme einen kunterbunten Haufen Jugendlicher aus der ganzen Oberpfalz, einen Dirigenten, der sehr viel Geduld hat und ein Aufsichtsteam, das wenig Schlaf braucht - dann kommt so etwas heraus!"

Romantisch ging es weiter mit der "Yorkshire Ballad", in der der Komponist James Barnes die Schönheit der Täler und Hügel Nordenglands klangvoll beschreibt. Es folgte mit Mario Bürkis "La Legende De Sainte Odile" eine Komposition, die für die Saison 2015/16 als Pflichtstück in der Mittelstufe ausgeschrieben ist. Mit "Barnum and Bailey's Favorite", arrangiert von Jerry Brubaker, zauberte das Orchester Zirkusatmosphäre in das Stadttheater. Effektvolle Trompeten, in die das gesamte Orchester kraftvoll und ausdrucksstark einstimmte, eröffneten James Swearingens "All Glory Told". Nach dem tänzerisch leichten Mittelteil hatten nach und nach alle Register ihren Auftritt, bevor das Stück in einem furiosen Finale endete.

Frühlingsgefühle geweckt

Nach der Pause starteten die "Bläserwochen-Airlines" und ihr Pilot Stefan Neger mit Naoya Wadas Komposition "Voyage into the Blue" zu einer spannenden musikalischen Flugzeugreise. Bildhaft beschrieb das Stück das Aufsteigen der Maschine genauso wie das Freiheitsgefühl, das man über den Wolken empfindet, bis hin zur majestätisch beschriebenen Landung bei Sonnenaufgang. Die bezaubernde Polka "Kirschblütenzauber" von Franz Watz war bestens geeignet, bei Musikern wie Publikum Frühlingsgefühle zu wecken.

Von dem bekannten Filmmusikkomponisten John Williams stammte das Arrangement "Movie Adventures", das Melodien aus "Star-Wars", "Jurassic-Park" und "E.T." beinhaltete. Einen eindrucksvollen Schlusspunkt setzte das Orchester mit Whitney Houstons bewegender Pop-Klassiker "One Moment in Time". Das Publikum forderte natürlich eine Zugabe. Die Musiker kamen dem Wunsch mit der witzigen, aus der Feder von Katie Moss stammenden Melodie "The Floral Dance" nach.
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