Bergkirche und -wirtschaft am Sonntag im Mittelpunkt
Auch Einblick in die Klostersanierung

In der Reihe "Kirche und Wirtshaus mit Pfiff" stehen am Sonntag die Mariahilfbergkirche und die Bergwirtschaft im Mittelpunkt. Wer mit dabei sein möchte, kommt ohne vorherige Anmeldung um 16 Uhr zur Kirche. Die Führung kostet vier Euro pro Person.

Die Teilnehmer erfahren zunächst Interessantes und Wissenswertes rund um das Gotteshaus. So ist die größte Bergwallfahrt der Oberpfalz während der Pestzeit von 1634 entstanden. Dazu wurde der Turm der vormaligen Burg auf dem Berg zur Kapelle ausgebaut. Unmittelbar danach errichtete die Stadt nach dem Vorbild der Kapelle auf dem Lechfeld einen Rundbau.

Die heutige Wallfahrtskirche wurde ab 1697 nach Plänen von Wolfgang Dientzenhofer gebaut. Aufgrund des Spanischen Erbfolgekriegs konnten die Arbeiten jedoch erst im Jahr 1711 abgeschlossen werden. Cosmas Damian Asam schuf die Deckenfresken, in denen sich die Geschichte der Wallfahrt widerspiegelt. Paul d'Aglio und Johann Baptist Carlone sorgten für den reichhaltigen Stuck. Strahlender Mittelpunkt der Kirche ist das Gnadenbild, eine Kopie einer Madonnendarstellung von Lukas Cranach.

Die Bergwirtschaft liegt am Fuß der Kirche und wurde im Jahre 1710 ursprünglich als Mesnerhaus erbaut. Seit 1995 wird die Gaststätte von der Familie Erras geführt.

Als besonderen "Pfiff" erhalten die Teilnehmer der Führung einen Einblick in die Generalsanierung des Franziskanerklosters am Mariahilfberg, das ebenfalls 1697 gegründet wurde.
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