Bestätigung zu spät beim Verband: 4:1-Sieg des FC Amberg II gegen SpVgg Pfreimd wird zur ...
Sportgericht stürzt den Spitzenreiter

Mit einem 7:0-Sieg gegen Katzdorf stürmte der FC Amberg II am vergangenen Wochenende auf Platz eins der Fußball-Bezirksliga Nord, am Donnerstagabend stürzte er auf Rang drei zurück. Grund dafür ist ein Urteil des Bezirkssportgerichts, das unter dem Vorsitz von Josef Wein den Ambergern den 4:1-Sieg gegen die SpVgg Pfreimd vom 4. Oktober aberkannte und als 2:0-Sieg für Pfreimd wertete.

Bei der Regionalliga-Reserve hatte in dieser Partie André Karzmarczyk mitgespielt, hätte es aber nicht gedurft. Neben der Spielwertung erhält der FCA wegen "eines gerade noch leichten Falles" eine Geldstrafe von 300 Euro und Mannschaftsverantwortlicher Werner Aichner "wegen unzulässigem Spielereinsatz in einem leichten Fall" eine Geldstrafe in Höhe von 100 Euro.

"Unstreitig hat der FC Amberg den Spieler Andre Karzmarczyk mit Wirkung ab 1. Juli 2015 als Vertragsspieler unter Vertrag genommen", heißt es in der Urteilsbegründung. Gemäß der Spielordnung hätte dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) gegenüber somit die Abführung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben spätestens binnen drei Monaten nach Vertragsbeginn, also bis spätestens 2. Oktober 2015, unaufgefordert nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden müssen. "Wird die Verpflichtung hingegen nicht fristgerecht erfüllt, so ruht die Spielerlaubnis bis zum Zeitpunkt der Erfüllung dieser Verpflichtung", so das Bezirkssportgericht - und das hatte der FC Amberg II offenbar verpasst. Mit Schreiben der Passabteilung vom 30. Juli 2015 sei der FC Amberg auf die Erfüllung dieser Verpflichtung und die Folgen einer Nichterfüllung hingewiesen worden.

Nachdem der Verein keinen Nachweis erbracht habe, habe die Passabteilung des BFV mit Schreiben vom 18. September den FC Amberg nochmals auf den bevorstehenden Ablauf dieser Frist hingewiesen. Eine entsprechende Bestätigung der beauftragten Steuerkanzlei sei bei der Passstelle des BFV jedoch erst am 5. Oktober per Fax eingegangen. Das Spielrecht von André Karzmarczyk habe, so die Auffassung des Sportgerichts, folglich vom 3. Oktober bis einschließlich 4. Oktober geruht.

Und hier liegt das Versäumnis des FCA: Denn Karzmarczyk wurde am 4. Oktober gegen Pfreimd eingesetzt. Da der Spieler im elektronischen Spielbericht mit einem Fehlerhinweis gekennzeichnet gewesen war, sei dem Verein somit ein fahrlässiges Verhalten anzulasten.
Weitere Beiträge zu den Themen: SpVgg (24098)Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.