Bester Angriff gegen beste Abwehr

Sieben Spieltage lang sitzt der 1. FC Neukirchen auf dem Kreisklassen-Thron. Seit vergangenem Wochenende der 1. FC Schlicht. Jetzt stehen sich beide im direkten Duell gegenüber.

Es ist der Schlager des zehnten Spieltages in der Fußball-Kreisklasse Süd: Der Tabellenzweite gegen den Spitzenreiter, der beste Angriff (25 Treffer) gegen die stärkste Abwehr (8 Gegentore). Beide Mannschaften gewannen sechs ihrer bisher acht Spiele, die Schlichter verloren erst einmal (am ersten Spieltag gegen Germania Amberg II), die Neukirchener gegen die TSG Weiherhammer (2:3) und am vergangenen Wochenende gegen die DJK Ammerthal II (1:7).

Der Tabellendritte SpVgg Ebermannsdorf liegt drei Punkte hinter Schlicht, zwei hinter Neukirchen, hat selber zwei Zähler Vorsprung auf den FC Weiden-Ost II und den SV Hahnbach II. Die Verfolger wollen verhindern, dass der Abstand zu den führenden Mannschaften weiter anwächst. Die SpVgg Ebermannsdorf muss ihre erste Saisonniederlage (0:1 gegen SV Kauerhof) noch verdauen und will den dritten Platz festigen. Dafür soll der Tabellenletzte SV Etzelwang herhalten. Der bekommt zwar recht gute Kritiken, aber meist keine Punkte, ist noch sieglos und fährt als Außenseiter ins Vilstal. Aber die Hoffnung, dass der Knoten bald platzt, stirbt auch in Etzelwang zuletzt.

Auf Augenhöhe

Der Vierte und der Fünfte stehen sich im Spiel FC Weiden-Ost II und SV Hahnbach II gegenüber. Hahnbachs Trainer Franz-Josef Bierstedt erwartet ein "Duell auf Augenhöhe". Beim 0:4 in Schlicht "haben wir das Spiel aufgrund einer schlechten Leistung verbockt", so Bierstedt, der aber optimistisch in die Zukunft blickt: "Mit unserer jungen, ausbaufähigen und homogenen Mannschaft läuft es im Vergleich zu den Vorjahren sehr gut." Auch sonst zieht der Trainer eine positive Zwischenbilanz: "Die Umstellung auf Viererkette läuft nach anfänglichen Abstimmungsproblemen und wir profitieren auch von der Tatsache, dass wir im Herrenbereich eine Einheit sind." Aus Weiden wollen die Hahnbacher nicht mit leeren Händen zurückkehren.

Derbystimmung beim TuS Rosenberg II: Die Truppe von Andy Schinhammer erwartet den SV Kauerhof, bei dem die Verantwortung auf der Kommandobrücke gewechselt hat. Die beiden Clubs aus der Herzogstadt gehören dem Mittelfeld der Liga an und haben auch ein kleines Polster auf die unbeliebten Plätze. Aber zu groß ist dieses auch noch nicht, deswegen würde ein Punktezuwachs beiden gut tun. Ähnlich ist diese Situation im Spiel zwischen dem FC Rieden und der DJK Ammerthal II, wobei beide Teams größere Erwartungen hegen und gerade die Gäste hinter ihren Zielen liegen. Aber vielleicht war auch der deutliche Sieg der DJK-Reserve gegen Neukirchen der Wendepunkt. Die Vilstaler werden richtig dagegen halten müssen, um eine unliebsame Überraschung zu vermeiden. Nur der Sieger darf sich realistische Hoffnungen machen, in absehbarer Zeit mal wieder auf dem "tabellarischen Stockerl" zu stehen.

Ganz andere Voraussetzungen bei der Partie des Tabellenelften SC Germania Amberg II und des Zwölften TSG Weiherhammer, des Neulings gegen den "Zwangsversetzten". Neun und sieben Punkte nach acht Begegnungen sind eine durchwachsene Bilanz. Siegen die Hausherren, schieben sie sich ins Mittelfeld, gewinnen die Gäste, schubsen sie ihre Gastgeber auf den Relegationsrang.

Unter Zugzwang

Nur auf dem 13. Platz steht der SV Illschwang/Schwend. Das wäre in der Endabrechnung zu wenig für das angepeilte Ziel Klassenerhalt. Punkte müssen her, aber die braucht auch der Gast aus Köfering, der im unteren Mittelfeld beheimatet ist. Der SV Illschwang/Schwend baut auf seine Heimstärke und würde bei einem Sieg auf alle Fälle den direkten Abstiegsplatz verlassen. Den Köferingern winkt bei einem Auswärtsdreier ein Rang in der ersten Tabellenhälfte.
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