Besuch in der Sperrzone

Die Decke ist heruntergefallen, die Fenster sind zerbrochen: Michael Golinski im ehemaligen Schwimmbad der verlassenen Stadt Prypjat unweit des havarierten Atommeilers. Bild: Michael Golinski
Seit er denken kann, kannte er Tschernobyl nur aus den Nachrichten: Jetzt ist der 30-jährige Amberger Michael Golinski in die Ukraine gereist, um sich die Ruine des explodierten Reaktors aus nächster Nähe anzusehen. Als das Atomkraftwerk etwa 1300 Kilometer von Amberg entfernt in die Luft flog, war Golinski gerade ein Jahr alt. Am Sonntag, 26. April, jährt sich der Tag der Katastrophe zum 29. Mal.

"Es war ein Gefühlsmix", umschreibt Golinski seine Eindrücke, als er auf dem Parkplatz vor dem havarierten Atommeiler stand. "Eine Mischung aus Ehrfurcht und Angst." Andererseits sei er in gewisser Weise froh gewesen, am Ziel seiner Reise angekommen zu sein. Der 30-Jährige ist hauptberuflich Fotograf. Die verlassenen Orte in der Sperrzone hielt er auf Bildern fest. Motive gab es jede Menge: Den Dultplatz der evakuierten Stadt Prypjat zum Beispiel. Das Riesenrad, das sich zu den Mai-Feierlichkeiten vor 29 Jahren drehen sollte, steht immer noch. Heute ist Michael Golinski auf Antenne Bayern zu hören. Am Samstag präsentiert er seine Fotos in der AZ.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.