Betrunkene schlägern in der Silvesternacht - Zwei Polizisten verletzt
Exzesse auf dem Heimweg

Der Rutsch hinüber ins neue Jahr verlief, wie berichtet, gesittet und ohne größere Ausraster. Wenige Stunden nach dem Silvesterfeuerwerk allerdings hatte die Polizei im Stadtgebiet alle Hände voll zu tun, um diverse Streitigkeiten zu schlichten und renitente Wirtshausgäste zu bändigen.

Um 6.30 Uhr wurde die Polizei zum Marktplatz beordert, nachdem es zwischen einem 21-jährigen US-Bürger und einem drei Jahre älteren Amberger zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Offenbar hatte der Amerikaner mehrmals mit der Faust auf den 24-Jährigen eingeschlagen. "Beide Streithähne waren entsprechend alkoholisiert", teilte die Polizei am Freitag mit. Ein Alkoholtest ergab beim Schläger knapp 2,2 und bei seinem Kontrahenten 1,6 Promille. Ein Rettungswagen brachte den 24-Jährigen ins Klinikum.

Nur 20 Minuten später kam es im Claudiweg zu einem heftigen Streit zwischen einem betrunkenen Ehepaar und einem nüchternen Hundebesitzer. Das alkoholisierte Pärchen (Er: 2,1 Promille; Sie: 1,8) attackierte den Hund eines 58-Jährigen. Als dieser sich das Verhalten der Eheleute verbat, schlugen der 32-Jährige und seine zwei Jahre jüngere Frau auf den Hundebesitzer ein.

Der Mann wehrte sich und verpasste dem Angreifer einen Faustschlag ins Gesicht. Der Hieb war so heftig, dass der 32-Jährige zu Boden ging und ebenfalls mit dem Rettungswagen ins Klinikum gebracht werden musste.

Gutes Zureden half nichts

Gegen 9.20 Uhr randalierte ein 20-Jähriger in einem Lokal für Nachtschwärmer, die immer noch nicht genug hatten. Der junge Mann pöbelte einen Gast an und wollte das Wirtshaus partout nicht verlassen, obwohl ihn der Türsteher bereits des Hauses verwiesen hatte. Auch gutes Zureden vonseiten einer Polizeistreife half nichts. "Einen Alkotest, der einen Wert von 2.4 Promille ergab, machte er gerade noch mit, danach aber war es mit der Kooperationsbereitschaft vorbei", heißt es im Polizeibericht.

Der Hinweis, dass er in Gewahrsam genommen werde, wenn er nicht freiwillig gehe, juckte den 20-Jährigen augenscheinlich nicht. Als er dann mit einer frisch angezündeten Zigarette vor den Gesichtern seiner Gegenüber herumfuchtelte, schritten die Polizisten ein und nahmen ihn fest. "Hierbei schlug er um sich, sperrte sich und musste gefesselt werden", berichtete die Polizei. Der 52-jährige Polizeioberkommissar und seine 32-jährige Streifenpartnerin verletzten sich bei dem Gerangel leicht.

Der renitente Mann musste seinen Rausch in der Arrestzelle der Polizeiwache ausschlafen. Er wurde nach Anordnung des diensthabenden Richters am Amtsgericht erst am Abend des Neujahrstages auf freien Fuß gesetzt.
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