Bewerbungsunterlagen für Regionalliga einreichen - 100 000 Euro mehr benötigt
Der FC Amberg will, die SpVgg SV Weiden auch

Stichtag ist der 7. Januar 2015: Diesen Termin haben sich die Verantwortlichen der Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden und FC Amberg rot und fett in ihrem Terminkalender markiert. Denn bis dahin müssen sie im Lizenzierungsverfahren für die Regionalliga Bayern den ersten Schritt machen und die notwendigen Bewerbungsunterlagen für das Zulassungsverfahren zur Regionalliga Bayern beantragen.

Am Mittwoch erhielten die für die Regionalliga Bayern in Frage kommenden Vereine per Mail von Tobias Schlauderer, dem Koordinator für die Regionalliga Bayern, die erste Mail: "Diejenigen Klubs, die in der Saison 2015/16 in der Regionalliga Bayern teilnehmen wollen, müssen sich einem gesonderten Zulassungsverfahren unterziehen", heißt es darin. Schlauderer forderte die Vereine auf, dass diese bis spätestens 7. Januar 2015 mitteilen sollen, ob der BFV ihnen die dazu notwendigen Bewerbungsunterlagen für das Zulassungsverfahren zur Regionalliga Bayern Saison 2015/16 zusenden sollen. Er wies zudem daraufhin, dass der BFV am 29. Januar um 17 Uhr in der Bezirksgeschäftsstelle in Nürnberg eine Informationsveranstaltung zum Zulassungsverfahren 2015/16 anbietet.

"Daran werden wir sicherlich teilnehmen", sagen Weidens Vorsitzender Kurt Haas und Ambergs Vorsitzender Werner Aichner, die sich bei der SpVgg SV und dem FC federführend um die Lizenzierung kümmern.

Wenig Gemeinsamkeiten

Das war es dann aber auch schon mit Gemeinsamkeiten der beiden oberpfälzer Spitzenklubs. Denn während für die Amberger dem ersten Schritt zur Regionalliga - wie schon in den vergangenen beiden Jahren auch - die nächsten definitiv folgen werden, ist dies bei Weiden noch komplett offen. "Wir werden die Regionalliga-Lizenz natürlich beantragen. So haben wir das ja auch in den letzten Spielzeiten getan", erklärt Aichner, dessen FC heuer im Frühjahr die Lizenz erneut ohne irgendwelche Auflagen bekam - lediglich die sportliche Qualifikation hatte gefehlt. "Wir durchlaufen das gleiche Prozedere wie zuletzt auch. Haben aber den Vorteil, dass wir schon zweimal unsere vollständigen Unterlagen hergerichtet und eingereicht hatten", so Aichner weiter.

Das war bei der SpVgg SV Weiden nicht der Fall, denn in der Premieren-Saison in der Bayernliga im letzten Jahr war ganz schnell klar, dass eben diese sportliche Qualifikation nicht erreicht werden kann. Daher nahmen die Weidener Funktionäre von einer Lizenzbeantragung schnell Abstand. Anders ist die Situation natürlich dieses Mal: Die SpVgg SV überwintert als Spitzenreiter in der Bayernliga Nord. Geht man davon aus, dass angesichts der momentanen Tabellensituation mit Weiden, Aschaffenburg, Amberg, Großbardorf, Forchheim und Regensburg lediglich sechs Teams für die Meisterschaft in Frage kommen, dann müssen sich die Weidener Verantwortlichen dieses Mal ganz konkrete Gedanken über die Regionalliga-Lizenz machen.

Jahn darf nicht

Zumal Forchheim ja bereits angekündigt hat, nicht aufsteigen zu wollen, während die Zweite des SSV Jahn Regensburg dieses aus spielrechtlichen Gründen nicht darf. Denn zwischen eine Profimannschaft und derer dazugehörigen Reserve müssen zwei Ligen Unterschied liegen.

Kein Harakiri

Genau aus diesen Gründen tagte am Donnerstagabend der Finanz- und Wirtschaftsausschuss bei der SpVgg SV, ließ Haas verlauten. "Die Meinung der Mitglieder ist eindeutig", berichtet der Vorsitzende. "Wenn machbar, dann wollen wir aufsteigen." Gleichzeitig schränkt Haas aber auch ein, dass es viele Hürden zu meistern gelte. Unter anderen die Finanzierung der Regionalliga: "Wir haben es durchgerechnet. Wir benötigen zum jetzigen Etat rund 100 000 Euro mehr", sagt Haas. "Eines ist klar: Wir werden kein finanzielles Harakiri eingehen. Vorstandschaft sowie Finanz- und Wirtschaftsausschuss planen dieses mögliche Vorhaben in aller Bescheidenheit. Haben wir das Geld dazu, dann ja. Sonst nein."
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