Bier kann auch schon Mal zu Krawall führen

Über die "Bierstadt Amberg" referiert Dr. Johannes Laschinger heute um 19 Uhr beim Club der Nachdenklichen im Café Zentral. Der Stadtarchivar beginnt damit, dass alle Bewohner Ambergs das Recht hatten, Bier - auch gewerbsmäßig - zu brauen und zu schenken ("Kommunbraurecht"). Dabei war der Umfang des hier erzeugten Bieres vor allem im 16. Jahrhundert beträchtlich. Seit 1617 trat zu dem von den Bürgern erzeugten (untergärigen) Braunbier das (obergärige) Weiße Bier der Amberger Weißbräugesellschaft.

1490 lässt sich erstmals ein Brauhaus der Franziskaner nachweisen, das der Mehlhändler Thomas Bruckmüller zusammen mit dem Klostergebäude nach der Säkularisation 1803 ersteigerte. Die Jesuiten erhielten 1693 die Braukonzession. Nach der Auflösung des Ordens (1773) führte ab 1781 der Malteser-Ritterorden die Braustätte bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1808 fort. Die Brauerei fiel an den bayerischen Staat; auf dem Weg der Versteigerung kam sie 1821 an das Königliche Studienseminar. Die Paulaner errichteten 1717 ebenfalls eine Brauerei. Laschinger erzählt vom Paulanermönch Frater Barnabas und dem von ihm erfundenen Salvator genauso wie vom Bierkrawall von 1859, der sich an einer Preiserhöhung entzündete. Der Eintritt ist frei, Gäste sind willkommen.
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