Bierglas auf den Kopf und ausrastender Klinikumspatient
Zweimal üble Randale

Einer schlief zunächst friedlich und betrunken auf der Straße und wurde erst im Klinikum zum störrischen Randalierer. Zwei andere nutzten die Straße gleich als Ort einer ebenso handfesten Auseinandersetzung. In beiden Fällen ermittelt die Polizei - vor allem im zweiten hatte sie mit der Festnahme des flüchtigen Duos Samstagnacht einen raschen Fahndungserfolg.

Losgegangen war dieser Streit in der Nähe eines Lokals in der Georgenstraße. Dort war sich ein 19-jähriger Amberger mit einem Landkreisbewohner (43) derart in die Haare geraten, dass er dem Älteren ein Weizenglas über den Kopf schlug und ihn mit Fäusten traktierte. Ein 20 Jahre alter Freund des Täters prügelte derweil nach Auskunft der Beamten auf eine Frau (25) ein, die sich in die Auseinandersetzung eingemischt hatte. Nachdem die Angreifer von ihren Opfern abgelassen hatten, beleidigten sie die beiden übel und flohen.

Bei einer sofort eingeleiteten Suche gelang es den Ordnungshütern, das erheblich alkoholisierte Duo vorläufig festzunehmen. Es wurde wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt, schließlich hatten der Landkreisbewohner und die 25-Jährige laut Polizei erhebliche Prellungen erlitten.

Schmerzhaft wurde es auch für zwei Streifenbeamte, die am Samstagmorgen einen US-Soldaten im Klinikum St. Marien zur Räson bringen mussten. Dort randalierte der 23-Jährige nach seiner noch friedlichen Einlieferung durch das BRK, das ihn auf der Straße schlafend aus der Stadt abtransportiert hatte. Der Mann warf mit Stühlen um sich, durchwühlte Arbeitszimmer und ging auf mehrere Leute los.

Auch von den alarmierten Polizisten ließ er sich laut Pressebericht nicht beruhigen, wehrte sich massiv gegen das Anlegen von Handschellen und brachte so sich und die Beamten zu Fall. Letztere zogen sich Prellungen und Abschürfungen zu, konnten ihren Dienst aber fortsetzen. Nach Absprache mit dem Staatsanwalt musste sich der Amerikaner einer Blutentnahme unterziehen und wurde der US-Militärpolizei übergeben. Ihn erwartet nun ein Verfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung.
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