Bilanz beim Amberger Klinikum St. Marien: Zentrale Beschaffung von Ultraschallgeräten ...
Alles auf einen Streich

Harald Hollnberger (rechts) und Clemens Bulitta (links). Bild: sbü
(sbü) Zunächst war es nur ein Experiment - das Projekt im Klinikum St. Marien entpuppte sich jedoch als erfolgreich: Dr. med. Harald Hollnberger, ärztlicher Direktor und Leiter des Onkologischen Zentrums am Klinikum St. Marien in Amberg, berichtete an der OTH in Weiden über seine Erfahrungen bei der zentralen Beschaffung von Ultraschallgeräten für das gesamte Klinikum.

Die Ausgangssituation war, dass 27 Ultraschallgeräte, zum Teil mit Baujahr 1990, in den verschiedenen Abteilungen des Amberger Klinikums verstreut waren. Rund 50 000 Euro kostet ein neues Gerät - 26 mussten angeschafft werden. Hochgerechnet sind dies 1,3 Millionen Euro. Mit fünf Firmen gab es Wartungsverträge, weil unterschiedliche Gerätetypen und Hersteller vorhanden waren. "Wir haben im Jahr 2010 beschlossen, ein Ultraschallzentrum mit einheitlichem Gerätebestand aufzubauen", beschrieb Hollnberger das Projekt. Deshalb sei eine detaillierte Anforderungsanalyse aufgestellt worden: Zeitpläne, Standorte, die Loseinteilung und Ausschreibung mussten definiert werden.

"Viel zu beachten"

Maximal zwei Anbieter durften ausgewählt werden. Integration in die vorhandene IT-Landschaft, digitale Archivierung, einheitliches Befundungssystem, Austausch nach fünf Jahren bei zehnjähriger Vertragsbindung, teilweise Kauf, teilweise Leasing sowie Updates waren Bestandteile. Die Angebote wurden anhand eines vorher festgelegten Bewertungsschemas geprüft. "Gesamtkosten flossen in die Bewertung nur zu 40 Prozent ein", sagte Hollnberger. Und tatsächlich konnte der Zeitplan eingehalten werden.

Im Oktober 2010 wurden alle Geräte in Betrieb genommen. Hollnberger zählt die Vorteile auf: "Wirtschaftlichkeit und Effizienzgewinne, einheitliche Schulungs- und Einweisungsmaßnahmen, hohe Standardisierung." Vor allem der hohe Qualitätsstandard für Patienten und Anwender stehen für ihn ganz vorne. Zu seinem Konzept gehört, dass auf einem Innovationskonto jeden Monat Beträge angespart werden. Die Frage nach der Anwendung dieses Konzepts bei anderen Geräten bejahte Hollnberger. Schließlich gebe es im Klinikum noch rund 5600 andere Apparate.
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