Bis zum Umfallen

Das sollte nicht oft passieren: Dass Ambergs Torwart Martin Feldbauer hinter sich blicken muss, wenn er den Ball sehen will. Bild: Ziegler

Endspiel: Die Oberliga-Handballer der HG Amberg sind gegen den TV Altdorf zum Siegen verdammt. Denn die Ausgangslage vor den verbliebenen fünf Saisonspielen ist eindeutig.

Die Amberger, Tabellenelfter, müssen alle die Heimspiele gegen die direkten Mitkonkurrenten Hemau/Beratzhausen (10.), Buckenhofen (12.) und eben Altdorf (9.) und am besten noch den direkten Vergleich gewinnen, um noch eine Chance auf den Klassenerhalt in höchsten Spielklasse des Bezirks Ostbayern zu haben.

Angesichts des Rückstands von vier Punkten auf den rettenden Platz neun, müssen wohl auch noch bei einem Auswärtsspiel - entweder bei der Herkulesaufgabe in Herzogenaurach oder in Erlangen/Niederlindach - Zähler her. Falls der HC Erlangen III den Klassenerhalt in der Landesliga schafft, reicht auch Rang zehn für den Ligaerhalt. Da aber auch die Konkurrenten sicherlich noch punkten werden, steht und fällt alles mit dem Heimspiel gegen Altdorf (Samstag, 7. März, 19.30 Uhr, GMG-Halle).

Die Gäste sahen im Saisonverlauf - unter anderem bei der 29:35-Hinspielniederlage gegen die HG im November - lange wie ein sicherer Absteiger aus, haben sich in der Rückrunde aber enorm gesteigert und belegen deshalb aktuell nicht umsonst den ersten Nichtabstiegsplatz. Im Gegensatz zu den Ambergern haben die Mittelfranken zudem auch jahrelange Erfahrung im Abstiegskampf und lassen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Mit einem Erfolg in der Vilsstadt könnte der TV in dieser Vier-Punkte-Begegnung einen enormen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen und einen Konkurrenten praktisch eliminieren.

Das möchten und müssen die Hausherren mit allen Mitteln verhindern, um in den restlichen Partien überhaupt noch in Schlagdistanz zu bleiben. Die Rückkehr von Spielmacher Christian Strasser ins Team ist ziemlich sicher, dagegen sieht es bei Linkshänder Daniel Gschrei nicht wirklich gut für einen Einsatz aus. Ebenso bangt man auf Amberger Seite um den Einsatz von Tobias Streber, der sich in Neutraubling am Knie verletzt hat. Den aus privaten Gründen verhinderten Stefan Beyer wird erneut Nachwuchsspieler Benedikt Krieg vertreten.

Im Feld wird HG-Trainer Roland Schmid den talentierten Nachwuchskräften Bastian Schaller, Lucas Kührlings und Jonas Rohrbach eine weiter Chance geben. Doch egal, wer auf der Platte steht: Der Druck darf nicht lähmen und das Team muss bis zum Umfallen kämpfen. "Wenn wir die Rückraumachse der Altdorfer in den Griff zu bekommen, dann ist ein Erfolg wie im Hinspiel möglich", geht Schmid optimistisch in die Partie. Da die HG seit der Bezirksoberliga-Einführung 1999 noch nie so nahe am Abgrund stand, hoffen die Spieler und Verantwortlichen, dass jeder Fan, der es mit den Amberger Handballern hält, den Weg in die Halle findet und das Team nach Leibeskräften anfeuert. Noch ist das Kind ja nicht in den Brunnen gefallen und das Team fest entschlossen, das Abtauchen in die Bezirksliga zu vermeiden.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Krieg; Feld: Hirsch, B. Schaller, Wagner, Strasser, Rohrbach, Kührlings, Lulla, Streber (?), Gschrei (?), Andersch, Sammet, Ringeisen (?), Turner.
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