Bittere Brühe

Lucas Kührlings (links) schiebt, Daniel Gschrei (rechts) drückt - zusammen wollen die Amberger die HG Hemau/Beratzhausen in den Griff bekommen. An das Hinspiel haben sie allerdings schlechte Erinnerungen. Bild: Ziegler

Nur bei einem Sieg hat Bezirksoberliga-Dino HG Amberg noch Chancen, den Abstieg zu vermeiden. Doch auch der Gegner ist gewaltig unter Druck.

Im Heimspiel am Samstag, 28. März (19.30 Uhr in der GMG-Dreifachhalle), gegen die HG Hemau/Beratzhausen geht es für die Amberger um das sportliche Überleben. Zwei Punkte sind Pflicht, um auch in der kommenden Saison in der höchsten Spielklasse des Handballbezirks Ostbayern antreten zu dürfen. Die Amberger waren am vergangenen Wochenende spielfrei und konnten die Wunden "der desaströsen Darbietung bei der HSG Erlangen/Niederlindach" (Trainer Roland Schmid) lecken.

Vom letzten Tabellenplatz aus musste die HG tatenlos zusehen, wie die Mitkonkurrenten um den Ligaverbleib kämpften. Die Ergebnisse hätten allerdings schlimmer sein können: Altdorf holte ein Unentschieden in Forchheim und die HG Hemau/Beratzhausen ging mit 20:35 beim OG Erlangen unter. Damit liegen die beiden Teams jeweils drei Zähler vor den Ambergern, der TV Altdorf hat allerdings nur noch zwei Partien zu bestreiten, die beiden Handballgemeinschaften je drei. Da auch noch der Tabellenelfte SV Buckenhofen im Abstiegskampf mitmischt, ist Hochspannung garantiert.

Vorsprung verspielt

Bildlich gesprochen, steht Hemau/Beratzhausen das bitter nach Bezirksliga schmeckende Wasser bis zum Hals - und den Ambergern läuft die Brühe schon leicht in den Mund. Um nicht unterzugehen, müssen für die Hausherren zwei Punkte her, die den Wasserpegel im Tabellenkeller etwas senken würden. Um dies zu schaffen, müssen die Gastgeber an die Leistung des Heimspiels gegen Altdorf anknüpfen. Doch Hemau/Beratzhausen ist ein kampfstarker Gegner. Das bekamen die Amberger auch im Hinspiel - das sinnbildlich für die so verkorkste Saison steht - zu spüren, als ein sicherer Vorsprung nur in einem Unentschieden endete. Das Remis bedeutet allerdings auch, dass die Amberger bei einem Sieg den direkten Vergleich gewonnen hätten. Das wäre für HG Hemau/Beratzhausen schon eine große Hypothek, denn das Restprogramm ist kernig. Deswegen hängt auch für die Mannschaft von Trainer Thomas Kollmer viel vom Duell mit den Ambergern ab.

Mit dem achten Mann

Gefährlichste Gästeakteure sind in den Augen von Schmid Spielmacher Benedikt Lindner und Vollstrecker David Hillert im linken Rückraum: "Diese beiden Aktivposten müssen wir aus dem Spiel nehmen." Die Amberger hoffen in dem End- und Nervenspiel auf große Unterstützung von den Rängen der GMG-Dreifachturnhalle: In diesem Duell auf Augenhöhe kann der achte Mann auf der Tribüne den Unterschied ausmachen und er darf angesichts der vermutlich großen Anzahl an Hemauer Schlachtenbummlern nicht im Gästeblock stehen. HG-Trainer Roland Schmid hofft auf die Rückkehr von Linkshänder Daniel Gschrei, ansonsten bekommt der Kader aus dem Erlangen-Spiel die verantwortungsvolle Aufgabe, die Hoffnungen auf den Klassenerhalt am Leben zu halten.

HG Amberg: Tor: Feldbauer, Beyer. Feld: Hirsch, Sammet, Wagner, B. Schaller, Strasser, Turner (?), Gschrei (?), Rohrbach, Streber, Andersch, Kührlings, Ringeisen (?), Lulla.
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