Blaulicht-Nacht, Rotlicht-Truppe

Von Dominik Farnbauer und dem ERSC Amberg erwarten die Fans eine klaren Sieg gegen das Schlusslicht aus Regensburg. Bild: brü

Torfestival oder Geduldspiel? Partien gegen das Schlusslicht der Tabelle sind oftmals unangenehm: Ein hoher Sieg wird als "normal" eingestuft, alles andere mit Kritik oder Häme bedacht. Der ERSC Amberg steht heute um 20 Uhr vor so einer Aufgabe.

Zu Gast im Stadion am Schanzl ist der EV Regensburg 1b - und der ziert das Tabellenende der Eishockey-Landesliga Nordost. Natürlich sind die Löwen dabei der haushohe Favorit. Die Donaustädter kommen mit der Hypothek von 130 Gegentreffern nach Amberg, mit einer 1:16-Niederlage in Pegnitz als bisherigen negativen Höhepunkt. Und natürlich wird im Vorfeld auch vom ERSC ein Torfestival erwartet, aber solche Paarungen können ebenso zur Geduldsprobe werden. Die Löwen sind da ein bisschen "gebrannte Kinder", denn vor fast genau einem Jahr verlor man zuhause mit 1:5 gegen die Regensburger, freilich war zu dem Zeitpunkt der ERSC in einer ganz anderen Verfassung als aktuell.

Die Truppe von Coach Stefan Ponitz hat bislang 39 Punkte eingefahren - sieben mehr, als in der gesamten letzten Saison. Die gute Platzierung will man natürlich nicht gegen ein Kellerkind gefährden, schon gar nicht bei einem Blick auf den Spielplan, der in den nächsten Wochen Duelle mit Vilshofen, Dingolfing, Bad Kissingen und Passau ankündigt. Man kann sicher davon ausgehen, dass Ponitz von seiner Mannschaft Konzentration und den entsprechenden Respekt vor dem Außenseiter einfordert.

Für Regensburg geht es von Saisonbeginn an nur um den Klassenerhalt. Der ist nach derzeitigem Stand in akuter Gefahr, aber noch hat man es selbst in der Hand, gegen die direkte Konkurrenz aus den unteren Gefilden zu punkten - und da gehört der ERSC definitiv nicht dazu. Die 1b-Truppe des EVR kann meist nur mit einem Mini-Kader antreten, wo routinierte Haudegen wie Klinzner, Menasri oder Ritter zusammen mit einer Handvoll jüngerer Spieler versuchen, sich bestmöglich aus der Affäre zu ziehen. In der Saisonvorbereitung gelang ihnen das schon mal beim ERSC, der das Testspiel seinerzeit knapp mit 5:3 gewann, aber Boris Flamik mit einer Spieldauerstrafe vom Eis musste.

Den einen oder anderen Ausfall werden die Löwen krankheitsbedingt auch diesmal kompensieren müssen, aber der Kader ist groß genug und bei einem entsprechenden Spielverlauf werden auch die Nachwuchsspieler mehr Einsatzzeiten bekommen. Beim dritten Spiel binnen fünf Tagen muss man ja auch mit den Kräften richtig haushalten. Die Partie heute Abend steht unter dem Motto "Blaulicht-Nacht", wobei der ERSC im Vorfeld diverse Dienste wie Polizei, Feuerwehr, BRK und THW eingeladen hat.
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