BLLV kritisiert "chronischen" Personalmangel und viele Unterrichtsausfälle
Lehrer fühlen sich "ausgezehrt"

Das Bild zeigt die Geehrten des BLLV mit (von links) Karin Jacob-Witteler, Ulrike Keloe, Paul Andermann, Heinz Neudecker, Brigitte Schröpf, Fritz Starkmann, Albert Schindlbeck, Christine Kukowka, Heinz Kotzbauer, Kurt Schneider, Michael Lautenschlager und Udo Behn. Bild: hfz
"Der chronische Lehrermangel in der mobilen Reserve belastet die Schulen zusätzlich und führt zu häufigem Unterrichtsausfall." Das kritisierte Albert Schindlbeck, der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) Amberg, bei einer Mitgliederehrung in Raigering.

Das Problem ist nach seiner Auskunft, dass immer nur die Schulstunden, die vollständig ausfielen, auf den Statistiken erschienen. Tatsächlich aber gäbe es unzählige ausgefallene Unterrichtsstunden, in denen Lehrer einspringen oder Klassen zusammengelegt würden.

Viele Lehrkräfte fühlten sich daher "ausgezehrt", denn auch die Inklusion behinderter Kinder an der Regelschule, ohne zusätzliche Ausbildung und ohne personelle bzw. räumliche Ausstattung, führe zu Mehrbelastungen, monierte Schindlbeck.

Ein weiteres Anliegen ist dem BLLV nach seinen Worten, die bestmögliche Aufnahme von Schülern aus Flüchtlingsfamilien.

"Die Schulen brauchen dringend wesentlich mehr Sozialarbeiter und die mobile Reserve muss dafür aufgestockt werden", forderte der Kreisvorsitzende nachdrücklich.

In einer Klasse mit Flüchtlingskindern sollte stets eine zweite pädagogische Fachkraft zur Verfügung sein.
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