Blutschutzgesetz und Zuchthaus

Rassegesetze

Das Blutschutzgesetz war eines der während des "Reichsparteitags der Freiheit" am 15. September 1935 unter den Begriff "Nürnberger Gesetze" fallenden antijüdischen Gesetze.

§ 1: Eheschließungen zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes sind verboten. Trotzdem geschlossene Ehen sind nichtig.

§ 2: Außerhehelicher Verkehr zwischen Juden und Staatsangehörigen deutschen oder artverwandten Blutes ist verboten.

§ 3: Juden dürfen weibliche Staatsangehörige deutschen oder artverwandten Blutes unter 45 Jahren in ihrem Haushalt nicht beschäftigen.

Personen, die in Fälle von Rassenschande verwickelt sind, sind in Schutzhaft zu nehmen.

15 Frauen ausgetauscht

Unter den Amberger Juden gab es zwar keine Rasseschänder im Sinne des Gesetzes, trotzdem waren Juden und Nichtjuden betroffen. Etwa 15 Frauen und Mädchen unter 45 Jahren waren in jüdischen Haushalten mit männlichen Mitgliedern meist stundenweise als Zugehfrauen, Köchinnen oder Dienstmädchen beschäftigt. Sie alle mussten bis zum 31. März 1935 ausgetauscht werden.

Im Amberger Zuchthaus

Es waren mehrere Juden zur Zeit der Inhaftierung Rudolf Kaufmanns im Amberger Zuchthaus. Unter den Gefangenen waren 464 Katholiken, 178 Protestanten, 19 Juden und 72 bekenntnislos.

(Aus Dieter Dörners "Juden in Amberg")
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