Brandstifter vor Gericht

Sie waren begeisterte Feuerwehrleute. Doch was ihnen fehlte, war ein Großeinsatz. Da fassten zwei 20-Jährige aus Schwandorf einen Entschluss: Drei Tage vor Weihnachten 2014 fuhren sie in den Vorort Klardorf. Einer stieg dort aus und entzündete Stroh in einer landwirtschaftlichen Maschinen- und Lagerhalle. Der andere wartete im Auto. Ihr Pech: Ein Nachbar des Bauernhofs hatte sie beobachtet und sich das Kennzeichen des Pkw gemerkt.

Der erwünschte Großeinsatz, zu dem später nur einer der beiden Täter mit dem Löschzug ausrückte, steht mit nahezu 300 000 Euro in der Bilanz eines Gutachters. Die jungen Männer sitzen nun vor einem Amberger Jugendschöffengericht und haben Geständnisse abgelegt. Der eigentliche Brandstifter tat dies sehr umfassend, sein Begleiter eher zögerlich und erst nach der gerichtlichen Zusicherung von eineinhalb bis zwei Jahren Haft. Nach dem ersten von sechs angesetzten Prozesstagen stand bereits fest: Beide hatten einen Plan umgesetzt, der sie offenbar schon seit längerem beschäftigte.
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