Bratwürste an den Ampeln
Glosse

"Der Dirigent leitet ein musizierendes Ensemble (Chor oder/und Orchester) mittels des Dirigierens", so beschreibt es Wikipedia. Was macht dann ein Ampeldirigent? Richtig: Er steuert rot, gelb und grün leuchtende Ampeln mittels des Dirigierens. Sollte er zumindest. In Amberg, das weiß jeder Autofahrer, ist sein Takt meist nicht sonderlich harmonisch. Bis auf gestern kurz vor neun. Von Poppenricht bis zu Siemens grüne Welle! Der Dirigent war am Donnerstagmorgen gut drauf. Tusch!

Zu früh gefreut. Denn er ist und bleibt halt ein recht launischer Typ. Von Siemens bis zur Amberger Zeitung von sieben Ampeln sechs knallrot - zumindest Fremde haben da ausreichend Zeit, sich die "liebenswerteste Stadt Deutschlands" an ihren Kreuzungen und Einmündungen ein wenig genauer anzuschauen. Der Ampeldirigent als Tourismus-Gag, der ganz geschickt das Sightseeing ankurbelt. Fehlen bloß noch kleine Würstchenbuden an den Lichtzeichenanlagen für den kleinen Hunger zwischendurch.

Mit einer Bratwurstsemmel in der Hand wäre dann auch der innerstädtische Bremsklotz erträglicher gewesen, der sich am Donnerstag mit geschätzten 32 km/h von roter Ampel zu roter Ampel quälte. Wobei: Selbst wenn der Schleicher (ein Sportwagen!) schneller gefahren wäre, hätte er sein Ziel nicht eher erreicht. Und ich auch nicht. Ein Trost. Wenn auch ein schwacher.

juergen.kandziora@zeitung.org

Aus dem Stadtrat Sterben dürfte teurer werden

Amberg. (upl) Die Gebühren für das Friedhofs- und Bestattungswesen müssen neu kalkuliert werden. Darauf wies Kämmerer Franz Mertel im Stadtrat hin. Im Jahresergebnis 2014 stehe ein Fehlbetrag von 60 515 Euro. Die Anpassung solle "alsbald" erfolgen. Bei der Straßenreinigung sei 2014 zwar ein knappes Plus von rund 6000 Euro erreicht worden. Spätestens 2016 werde aber auch hier eine Neuberechnung nötig. Bei den Abwasser- und Müllgebühren soll trotz Defizits vorerst alles beim Alten bleiben.

Acht Parzellen am Bergsteig

Amberg. (upl) Schritt für Schritt soll sich der Bergsteig zur schmucken Wohnsiedlung wandeln: Der Stadtrat machte jetzt den Weg für neue Einfamilienhäuser ganz in der Nähe der Pfarrkirche Heilige Familie frei. Auf einem rund 4700 Quadratmeter großen Areal zwischen Gotteshaus und InterSportheim werden acht Parzellen für eine eingeschossige Bebauung ausgewiesen.
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