Braun sieht noch nicht schwarz

Kapitän Iwan Ogar (rechts) und die DJK/FC III Amberg, Tabellenletzter der Kreisklasse, stemmen sich verzweifelt gegen den Abstieg. Bild: brü

Fünf Runden vor Schluss spitzen sich Titelrennen und Abstiegskampf in der Fußball-Kreisklasse Süd zu. Die erste Entscheidung fällt wohl schon am Sonntag.

Theoretisch steht die SG DJK/FC III Amberg schon lange als Absteiger fest. Verliert sie am 21. Spieltag der Kreisklasse Süd am Sonntag, 26. April, beim FC Königstein, ist sie es auch praktisch. Neunmal traten die Amberger in dieser Saison auswärts an. Neunmal verloren sie - wenn auch einige Male nur knapp. An der Auswärtsbilanz wird sich vermutlich auch diesmal nichts ändern, denn die Königsteiner haben zumindestens noch die Relegation zur Kreisliga im Blick und werden dieses Spiel daher auch nicht vergeigen.

Die anderen Entscheidungen bahnen sich langsam an. Die Zahl der Titelkandidaten hat sich bereits reduziert, denn nach den letzten Resultaten haben sich der FC Rieden und die SpVgg Ebermannsdorf aus diesem illustren Kreis verabschiedet - und die Verfolger SV Kauerhof und SV Illschwang/Schwend stehen diesen beiden schon fast auf den Füßen. Berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Kreisliga haben der ASV Haselmühl, die Bayernliga-Reserve der DJK Ammerthal II, die ja bereits gestern Abend im Einsatz war, und der TSV Königstein.

Das Neulingsduell zwischen den Sportfreunden Ursulapoppenricht und dem ASV Haselmühl läuft unter völlig verschiedenen Vorzeichen: Die Heimelf ist auf den Abstiegsrelegationsplatz abgerutscht und braucht daher jeden Punkt. Ebenso wie die Gäste, die an der Tabellenspitze stehen, aber sich keinen Ausrutscher erlauben dürfen. Die Ursulapoppenrichter setzen auf ihre Heimstärke, doch nach den bisherigen Resultaten gelten die Vilstaler als Favorit.

Schlechte Karten, aber auch ein Fünkchen Hoffnung hat der SV Raigering II, der den zweiten Abstiegsplatz einnimmt und noch mindestens fünf Punkte aufholen muss. Eine schwere Aufgabe, das weiß auch Spielertrainer Norbert Braun. "Der Start ins neue Jahr mit vier Punkten gegen Kauerhof, Ammerthal II und Haselmühl war okay, jetzt müssen wir unbedingt gegen Rieden nachlegen. Dieses Spiel sowie die Partien gegen Königstein und in Ursulapoppenricht werden entscheiden, wohin unser Weg geht", ist der Übungsleiter überzeugt. "Unser Kader ist klein und wenn in der ersten Mannschaft Spieler fehlen, wird es noch schwieriger. Aber wir werden alles geben", versichert Braun.

Wenn alles gut läuft, können der SV Illschwang/Schwend oder auch der Gast SV Kauerhof sogar noch auf Platz vier landen. Ein Verfolgerduell auf Augenhöhe mit einem offenen Spielausgang. Noch ein Dreier, dann sollten der SV Hahnbach II, der SV Köfering und der SV Etzelwang (je 27 Punkte) eigentlich durch sein, denn mit 30 Zählern auf dem Konto dürfte nichts mehr anbrennen. Das können der SV Hahnbach II und der SV Etzelwang im direkten Vergleich versuchen.

Heikler ist die Aufgabe für den SV Köfering, denn der gerade aufstrebende 1. FC Schlicht will die Abstiegssorgen ebenfalls verscheuchen und wäre bei einem Heimsieg bis auf zwei Punkte an den Boes-Mannen dran. Bei einem Auswärtserfolg hingegen würde der SV Hubertus den Mannen vom Rennweg einen herben Rückschlag bereiten und sich selbst absichern.
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